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Gesundheit für alle!
Niedrigschwellige Gesundheitsförderung in der Kommune
Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen sowie Personen mit sprachlichen Barrieren werden von klassischen Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention häufig nicht erreicht. Um die Gesundheitskompetenz dieser Bürgerinnen und Bürger zu stärken und den Zugang zu Beratungs- und primärpräventiven Angeboten zu erleichtern, hat die LZG das Projekt Gesundheit für alle! ins Leben gerufen.
Das Projekt entwickelt und erprobt niedrigschwellige, aufsuchende Angebote, die direkt in den Lebenswelten der jeweiligen Dialoggruppen ansetzen.
Umsetzung mit kommunalen Partnern
Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz sind zentrale Akteure der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention und bilden das organisatorische Rückgrat in der Projektumsetzung vor Ort. Daher wird Gesundheit für alle! immer in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt umgesetzt.
Abhängig von der Zielgruppe werden weitere kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure in die Projektkooperation einbezogen, beispielsweise aus den Bereichen Gemeindepsychiatrie, Sozialarbeit, Quartiersmanagement oder Seniorenarbeit.
Schwerpunkt: Psychische Gesundheit
Psychische Erkrankungen und Belastungen sind sozial ungleich verteilt. Aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen verschärfen das Risiko psychischer Belastungen in sozioökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Vor diesem Hintergrund legt Gesundheit für alle! einen besonderen Fokus auf die primärpräventive Stärkung der psychischen Gesundheit. Die Angebote unterstützen Bürgerinnen und Bürger dabei, dass sie
- Resilienzstrategien kennen und anwenden können,
- persönliche psychische Krisen erkennen und annehmen,
- wissen, wo sie in Wohnortnähe Hilfe finden,
- wissen, wen sie zur Unterstützung ansprechen können.
Maßnahmen und Angebote
Kommunen können in der Projektumsetzung aus unserem Maßnahmenportfolio auswählen.
Dialoggruppenübergreifende Maßnahmen
Interaktiver Infostand
Der Infostand informiert niedrigschwellig über psychische Gesundheit und gibt alltagsnahe Impulse zur Stärkung des Wohlbefindens. Einsatz bei kommunalen Veranstaltungen wie Gesundheitstagen, Stadtfesten oder Markttagen.
Weitere Informationen
Beratungsmobil
Ein aufsuchendes Angebot zur unkomplizierten Erstberatung und Entlastung in Krisensituationen. Das Beratungsmobil stellt zudem den qualifizierten Weiterverweis zu regionalen psychosozialen Beratungs- und Hilfsangeboten sicher.
Weitere Informationen
Wanderausstellung „Audiotour gegen Stress“
Die Ausstellung lädt zur Auseinandersetzung mit alltäglichen Belastungssituationen ein. Kommunen, öffentliche Einrichtungen und gemeinnützige Organisationen können die Ausstellung kostenfrei ausleihen und in öffentlich zugänglichen Innenräumen präsentieren.
Weitere Informationen
Veranstaltungsreihe "Resilienz im Alter"
Die Veranstaltungsreihe greift typische psychosoziale Belastungen im jüngeren Seniorenalter auf und vermittelt anhand alltagsnaher Beispiele und Übungen die Bedeutung von Resilienz in der dritten Lebensphase.
Weitere Informationen
Sie haben Interesse an einer Projektkooperation?
Oder Fragen zu unseren Maßnahmenportfolio?
Wenden Sie sich gerne an unsere Projektreferentinnen:
Dr. Martina Gabrian, 06131 2069-32, E-Mail
Annika Kersting, 06131 2069-67, E-Mail
Das Projekt Gesundheit für alle! wird vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz gefördert.
Beispiel: Treffpunkt Gesundheit
Das Konzept des Treffpunkts Gesundheit basiert darauf, dass die Teilnehmenden Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung der Treffen nehmen und bei der Organisation mitwirken. Ein Treffpunkt Gesundheit umfasst in der Regel vier Treffen von je 1,5 bis 2 Stunden Dauer in möglichst fester Gruppe. Es findet direkt in der Lebenswelt der Teilnehmenden statt, zum Beispiel im Bürgertreff, im Mütter- und Familienzentrum oder interkulturellen Treff. Fachkräfte geben lebens- und erlebnisbasierten Input zu Themen wie Resilienzförderung für Kinder und Jugendliche, Psyche und Bewegung, Stressbewältigung sowie zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten bei psychischen Krisen. Die Inhalte werden in Form von Rollenspielen, Übungen und Ritualen zur Selbstfürsorge sowie Entspannungsübungen interaktiv vermittelt.
Beispiel: Aktionstage mit dem Gesundheitsmobil
Das Gesundheitsmobil, zu dem ein Infostand, Infobroschüren und Materialien für Mitmach- und Aktionsangebote gehören, kommt dahin, wo die Zielgruppe ist. Es steuert beispielsweise Wochenmärkte, interkulturelle Feste oder Gesundheitstage in den Kommunen an. Geschulte Honorarkräfte können bei Bedarf im geschützten Raum des Gesundheitsmobils kurze Beratungsgespräche anbieten.
Beispiel: Kurzvorträge
Kurzvorträge nehmen verschiedene Aspekte der seelischen Gesundheit in den Blick und vermitteln Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten bei psychischen Problemen oder in Krisen. Sie liefern konkrete, alltagstaugliche Impulse für mehr Selbstfürsorge. Angeboten werden die Vorträge beispielsweise in Mehrgenerationenhäusern, Familienzentren, Stadteil- oder Bürgertreffs oder in Zusammenarbeit mit kulturellen Vereinen. Um Menschen mit sprachlichen Barrieren besser zu erreichen, bringen die Referentinnen und Referenten entweder selbst die passenden Sprachenkenntnisse mit oder werden von Sprachmittelnden begleitet.
Bildnachweis Headerfoto: Didgeman/Pixabay.com
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Kontakt
Dr. Martina Gabrian
06131 2069-32
mgabrian@lzg-rlp.de
Annika Kersting
06131 2069-67
akersting@lzg-rlp.de
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