Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Stillfreundliche Kommune – für einen guten Start ins Leben

Wie können Kommunen junge Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Lebenszeit so unterstützen, dass Stillen selbstverständlich und unkompliziert möglich ist? Mit dieser Frage befasst sich das Projekt „Kommunale Stillstrategie Rheinland-Pfalz“: Eingebettet in die landesweite Stillstrategie begleitet die LZG zwei Pilotkommunen dabei, stillfreundliche Strukturen vor Ort weiterzuentwickeln und nachhaltig zu verankern.

Stillen fördert die gesunde Entwicklung von Kindern, stärkt die Gesundheit von Müttern und trägt dazu bei, gesundheitliche Chancengleichheit bereits in den ersten Lebensmonaten zu verbessern. Damit ist Stillförderung ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsförderung und eine Aufgabe, zu der Kommunen durch geeignete Rahmenbedingungen wesentlich beitragen können.

Worum geht es in der Zusammenarbeit?

Im Fokus steht, passgenaue Lösungen für die Stillförderung zu finden und zu erproben. Jede Kommune bringt andere Voraussetzungen mit. Gemeinsam analysieren wir sie, identifizieren Entwicklungsmöglichkeiten und erarbeiten mögliche Maßnahmen und Strukturen. Dabei ist der Prozess völlig offen und flexibel – das Projekt kann sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln, je nach regionalem Bedarf und Prioritäten. Als fachliche Orientierung dienen die sieben Qualitätskriterien des Thüringer Leitfadens zur stillfreundlichen Kommune, einem praxisorientierten Instrument zur Gestaltung familien- und stillfreundlicher Rahmenbedingungen.

Flexibler Fahrplan: Von der Analyse bis zur Umsetzung

Die Zusammenarbeit wird individuell gestaltet und kann folgende Schritte umfassen:

  1. Bestands- und Bedarfsanalyse der lokalen Stillförderung
  2. Zielformulierung für Ihre Kommune
  3. Ableitung und Entwicklung geeigneter Maßnahmen (zum Beispiel Netzwerkaufbau, Stillen im öffentlichen Raum)
  4. Beratung und Begleitung bei der Umsetzung
  5. Unterstützung bei der Evaluation und Verstetigung der aufgebauten Strukturen

Der Weg zur stillfreundlichen Kommune kann durch die GKV-Mikroförderung, ein Angebot der gesetzlichen Krankenkassen zum Aufbau nachhaltiger gesundheitsfördernder Strukturen und Maßnahmen, finanziell unterstützt werden. Wir informieren Sie über die Fördermöglichkeiten und begleiten Sie bei Bedarf durch den Antragsprozess.

Das leistet die LZG

Kommunale Ressourcen sind oft knapp. Deshalb steht Ihnen die LZG mit fachlicher Expertise, Erfahrung und tatkräftiger Unterstützung zur Seite.

  • Kontinuierliche Begleitung: Eine feste Ansprechperson begleitet den gesamten Prozess und steht für Fragen, Impulse sowie regelmäßige Beratungstermine zur Verfügung.
  • Fördermittel-Service: Beratung und Unterstützung bei der Beantragung der GKV-Mikroförderung
  • Netzwerk und Struktur: Wir liefern Vorlagen zur Aktivierung lokaler Akteurinnen und Akteure (zum Beispiel für Hebammen, Kliniken, Kitas) und vernetzen Sie auf einer Austausch-Plattform mit der anderen Pilotkommune sowie mit Partnern auf Landes- und Bundesebene.
  • Praxishilfen: Sie erhalten praxiserprobte Methoden, Arbeitshilfen und Good-Practice-Beispiele.
  • Kommunikation: Wir unterstützen Sie mit Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Vorlagen für die Presse), vermitteln Ideen für eine sichtbare Darstellung vor Ort und beraten Sie zu Perspektiven einer Auszeichnung oder Zertifizierung als „stillfreundliche Kommune“.

Was haben Kommunen davon?

  • Zusätzliche Kapazitäten: Eine anerkannte Institution als flexibler, bedarfsorientierter Partner an Ihrer Seite.
  • Pionierarbeit mit Mehrwert: Sie entwickeln tragfähige Ansätze, die später als Vorbild für ganz Rheinland-Pfalz dienen können.
  • Politische Legitimation: Sensibilisierung der politischen Ebenen und Stärkung der Strukturen für junge Familien vor Ort.
  • Wissenstransfer: Nachhaltiger Aufbau von Know-how, von dem Ihre Region langfristig profitiert.

Gemeinsamer Lernprozess

Die Zusammenarbeit ist als Pilotphase angelegt: Die Erfahrungen aus den Kommunen fließen direkt in eine übergeordnete Landesarbeitsgruppe (LAG) ein. Dort werden die Erkenntnisse reflektiert, um daraus nachhaltige Maßnahmen für die landesweite Stillförderung abzuleiten. So entstehen tragfähige Modelle, die perspektivisch im ganzen Bundesland Schule machen können.

Interesse am Projekt?

Sprechen Sie uns gerne an – wir informieren Sie unverbindlich über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.

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Philipp Becker
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