Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Seelische Gesundheit

Depression in Zeiten von Corona

Die verschiedenen Beschränkungen dieser Tage, etwa dass wir keine Freunde mehr treffen dürfen, gleichzeitig im Homeoffice arbeiten und Kinder betreuen sollen, nicht mehr in die Schule oder in die Uni können und vieles mehr, sind für uns alle eine sehr herausfordernde Situation.

Menschen mit Depression treffen diese Maßnahmen jedoch besonders hart. Sie spüren Ausnahmesituationen und damit verbundene Ängste intensiver als Menschen ohne Depression. Die verordnete Isolation kann sich negativ auf ihre allgemeine Stimmung auswirken. Dies vor allem, weil feste Routinen und Strukturen, die bisher Halt im Alltag gaben, gerade wegbrechen. Dabei sind feste Tagesabläufe ein wichtiges Instrument, einer Depression wirksam zu begegnen.

Wie also umgehen mit Depressionen in Zeiten von Corona?

Wir haben hier Internetseiten, Podcasts und Hotlines zusammengetragen, die Menschen mit Depression und ihren Angehörigen helfen können, gut durch die Tage der Beschränkungen zu kommen.

Wichtige Adressen von Ansprechpartnern in den Regionen finden Sie auf unserer Seite der Initiative Bündnisse gegen Depression. Weiterführende allgemeine Informationen zum Thema, wie etwa einen Arztfinder, können Sie hier einsehen.

Wir werden unsere Seite laufend aktualisieren – es lohnt sich also, immer wieder einmal vorbeizuschauen.

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Die Seite der Stiftung Deutsche Depressionshilfe gibt grundlegende Hinweise, wie Menschen mit Depression sich in diesen Tagen verhalten sollen.
Zur Website

iFightDepression

iFightDepression ist ein internetbasiertes Instrument der Deutschen Depressionshilfe, mit dem Menschen mit Depression, begleitet von Fachärzten, mit Ihrer Krankheit umgehen lernen. Wegen der Corona-Krise sind die Zugangsbedingungen erleichtert worden.
Zum Online-Programm iFightDepression

einguterplan.de

Hier finden Sie gute und wirksame Achtsamkeitshinweise gegen Ängste: „Achtsamkeit gegen Corona-Angst? 11 Tipps, wie du entspannt durch die Pandemie kommst“
Zum Beitrag

Aufgrund der Corona-Krise haben die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung beschlossen, dass Psychotherapiestunden unbegrenzt via Video-Sprechstunde abgehalten werden können.

Weitere Informationen zur Regelung auf der Seite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Außerdem hat die Kassenärztliche Vereinigung Telefonsprechstunden für Psychotherapeuten für Kurz- und Langzeittherapie erlaubt:

Weitere Informationen zur Regelung auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz

 

 

Jung und Freudlos – Euer Podcast aus der Psychiatrie

Jung und Freudlos ist ein Podcast aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg. Sebastian und Ismene, Assistenzarzt und Assistenzärztin und auf dem Weg zum Facharzt für Psychiatrie, beantworten alle 14 Tage die von Moritz, einem Medizinstudenten, gestellten Fragen zu psychischen Krankheitsbildern und psychiatriebezogenen Themen. Der Podcast ist bewusst locker, und trotz aller wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit kommt der Humor nicht zu kurz.
Zum Beitrag „Psychische Gesundheit und Krankheit in Zeiten der Corona-Krise“

Kopfverstauchung – Der etwas andere Podcast über Panikattacken und Depressionen

In diesem Podcast erzählt Jenny ihre persönliche Geschichte, spricht offen über Panikattacken und Depressionen, die sie seit Jahren begleiten. Jenny will mit ihrem Podcast anderen Betroffenen und Angehörigen Mut machen und gleichzeitig zeigen, warum sie nie ihren Humor verloren hat.
Zum Podcast

Corona – Eine Chance für Menschen mit Depression

Die aktuelle Corona-Krise macht vielen Menschen Angst. Angst um die Gesundheit, Angst um den Arbeitsplatz, die Firma. Doch offenbar gibt es auch positive Aspekte. Die Diplom-Psychologin Ulrike Scheuermann sagte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Dagmar Freudenreich, sie erlebe, dass Menschen mit depressiven Erkrankungen merken, dass sie anderen helfen können.
Zum Beitrag in der ARD-Audiothek

Für Menschen mit akuten psychischen Belastungen, die noch lange auf einen Therapieplatz warten müssen oder keinen finden gibt es die Möglichkeit, sich an verschiedene Hotlines zu wenden:

HelloBetter-Hotline: 0800 00095 54.
Die HelloBetter-Hotline ist eine kostenfreie, psychologische Not-Hotline. Hier beantworten Psychologinnen und Psychologen Fragen, bieten Orientierung und geben Auskunft zu weiterführenden Hilfsangeboten.
Weitere Informationen zur HelloBetter-Hotline

Deutschlandweites Info-Telefon Depression: 0800 33 44 5 33 (kostenfrei)

Telefonseelsorge 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 (kostenfrei)

Bei Suizid-Gefahr: Notruf 112

Das „Silbertelefon“: Die Hotline „Silbertelefon“ des Portals Silbernetz will älteren Menschen in der Coronakrise beistehen: 0800 4 70 80 90 (kostenfrei)

REGIONAL:

Als Alternative zu den Angehörigengruppen: Pfalzklinikum Kaiserslautern bietet telefonische Angehörigenberatung an

Die psychische Erkrankung eines Familienmitgliedes kann bei Angehörigen zu unterschiedlichen emotionalen, gesundheitlichen und sozialen Belastungen führen, insbesondere angesichts der derzeitigen Einschränkungen durch das Corona-Virus. Um dem zu begegnen, bietet das Pfalzklinikum ab sofort am Standort Kaiserslautern eine telefonische Beratung für Angehörige psychisch kranker Menschen an.
Das Angebot ist eine temporäre Alternative zu den Angehörigengruppen, die derzeit ausgesetzt sind.

Die Beratung ist montags und donnerstags jeweils von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0631 5349-2202 zu erreichen.