Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Presse

Gemeinsam für Gesundheit

Gesetzliche Krankenkassen und das Jobcenter im Rhein-Hunsrück-Kreis unterzeichnen Kooperationsvereinbarung, um die Gesundheit arbeitsloser Menschen gemeinsam zu stärken

Das Jobcenter im Rhein-Hunsrück-Kreis und die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) – vertreten durch die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) in Trägerschaft der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) – nehmen am bundesweiten „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ teil. In Rheinland-Pfalz fördert das Projekt an 21 Standorten Gesundheitsangebote für erwerbslose Menschen.

Zur langfristigen Sicherung der Zusammenarbeit im Landkreis unterzeichneten Markus Theis, Geschäftsführer des Jobcenters, und die Landesvorstände der gesetzlichen Krankenkassen eine Kooperationsvereinbarung. Sie dient der Konkretisierung und näheren Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Rahmen der lebensweltbezogenen Prävention und Gesundheitsförderung für erwerbslose Menschen. Die Projektbeteiligten vereinbarten, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten gesundheitsfördernde Angebote in der Lebenswelt Kommune zu entwickeln und zu unterstützen. „Gesundheitsförderung für diese Zielgruppe ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die Zusammenarbeit der verschiedenen Anbieter ist in den Städten und Kommunen daher unbedingt notwendig“, betonen die Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Erwerbslose Menschen erwarteten bisher nicht, im Jobcenter zum Thema Gesundheitsförderung angesprochen zu werden. „Wir wissen, wie zentral Gesundheit für die Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit ist und sehen die Angebote als Bereicherung für unsere Kundinnen und Kunden“, beschreibt Markus Theis seine Motivation zur Projektteilnahme. „Das Thema Gesundheit wird im Jobcenter durch das Projekt präsent.“ Das Modellprojekt bindet aktiv die Maßnahmenträger, die Anbieter für Gesundheitsförderung und andere Einrichtungen im Landkreis ein.

„Wir haben die Kundinnen und Kunden des Jobcenters befragt, welche Gesundheitsthemen für sie besondere Bedeutung haben. Unsere Angebote richten sich nach den Interessen der erwerblosen Menschen, denn sie sind die Experten ihrer Lebenssituation“, führt Selina Ernst, Referentin für das Projekt im Landkreis, aus. Das Angebot AktivA-Lebenskompetenz für langzeiterwerbslose Menschen konnte bereits mit gutem Erfolg umgesetzt werden. Aktuell findet für die Zielgruppe ein Entspannungskurs in der Katholischen Familienbildungsstätte Simmern statt. Weitere Angebote zum Thema Stress, Ernährung und Bewegung sind in Planung. Ziel ist es, arbeitslosen Menschen den Zugang zu diesen Angeboten zu erleichtern, um damit langfristig ihre Gesundheit zu stärken und ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Denn: Anhaltende Arbeitslosigkeit kann zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Bei vielen Erwerbslosen fallen die Tagesstrukturen weg, sie verlieren soziale Kontakte und damit oft auch das eigene Selbstwertgefühl. Der psychosoziale Stress, der durch den Verlust an Anerkennung, Einkommen und Teilhabemöglichkeiten erzeugt wird, kann gesundheitsriskantes Verhalten begünstigen und Erkrankungen hervorrufen. Die Teilnahme an Angeboten des Projekts ermöglicht den Betroffenen, sich wieder aktiv um die eigene Gesundheit zu kümmern.

Weitere Informationen zur Gesundheitsförderung und zum „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ in Rheinland-Pfalz sind unter www.lzg-rlp.de zu finden.


Über das GKV-Bündnis für GESUNDHEIT:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.


V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG

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