Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Pressemitteilung: Ankündigung

Landesweite Präventionswoche in Schulen: Aufklärung über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen 

Eine landesweite Präventionsaktion an weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz informiert vom 9. bis 13. November 2015 über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Die Schulpräventionswoche sensibilisiert Jugendliche und junge Erwachsene für das wichtige Thema sexuelle Gesundheit und informiert darüber, wie Infektionen vermieden werden. In zwanzig weiterführenden und berufsbildenden Schulen in verschiedenen Landkreisen und Städten von Rheinland-Pfalz finden Präventions- und Informationsveranstaltungen statt. Mit Aufklärungsangeboten in vierzig Schulklassen und auch klassenübergreifenden schulischen Veranstaltungen werden zahlreiche Schülerinnen und Schüler erreicht.

„Viele Jugendliche denken, dass sogenannte Geschlechtskrankheiten der Vergangenheit angehören. Sie unterschätzen daher die Gefahr einer Ansteckung. Tatsache ist aber, dass sexuell übertragbare Infektionen, kurz STI genannt, wieder zunehmen und erhebliche gesundheitliche Folgen haben können“, stellt Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Vorsitzender der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) fest. „Es ist  wichtig, dass Jugendliche die Ansteckungswege kennen und geeignete Schutzmaßnahmen anwenden. Vor allem auf den richtigen Umgang mit Kondomen muss immer wieder hingewiesen werden. Auch über die Symptome sollten junge Menschen Bescheid wissen und bei einem Infektionsverdacht schnell ärztliche Hilfe suchen“, so Dr. Gerhardt.

Die schulische Aufklärungswoche wird in diesem Jahr zum fünften Mal durchgeführt. Die LZG, die die Aktionswoche gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, der AIDS-Hilfe Rheinland-Pfalz sowie den Gesundheitsämtern initiiert, unterstützt und koordiniert die Angebote vor Ort. 

Chlamydien, HPV, Tripper (Gonorrhoe), Syphilis, Trichomonaden, Herpes und Hepatitis B gehören neben HIV zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen in Deutschland. Sie sind leichter und auch auf anderen Wegen als HIV übertragbar, z. B. durch Schmierinfektionen, Küssen oder Oralsex. Da Kondome nicht vor allen Infektionen schützen, müssen weitere  Schutzmaßnahmen beachtet werden. Unbehandelt können solche Infektionen schwerwiegende Folgen haben, etwa Schädigungen des zentralen Nervensystems oder Unfruchtbarkeit. Zudem machen sie den Körper anfällig, sie können das Risiko für eine HIV-Infektion, für eine andere sexuelle Infektion oder für Gebärmutterhalskrebs steigern. Ein Flyer der LZG mit dem Titel „Infektion kennt keine Grenzen“ informiert über sexuell übertragbare Infektionen und nennt Ansteckungswege, Verlauf, Behandlung, Symptome, Vorbeugung und Risiken.

Die Kooperationspartner möchten gemeinsam ein Bewusstsein für die Infektionsgefahren schaffen, über Warnzeichen und Symptome informieren und die Eigenverantwortung der Jugendlichen stärken. Die Veranstaltungen informieren zudem über die Angebote der Aidsberatungsstellen der Gesundheitsämter und der AIDS-Hilfen und ermutigen die Jugendlichen dazu, sich mit Fragen und Problemen dorthin zu wenden.

„Zukunftsorientierte AIDS-/STI-Prävention braucht die Kooperation verschiedener Institutionen  –  dies wird in der Schulpräventionswoche schon seit Jahren gut praktiziert. Neben dem Schutz vor Infektionen steht die Solidarität mit von HIV betroffenen Menschen im Mittelpunkt der Aufklärungsarbeit“, erklärt der LZG-Vorsitzende Dr. Gerhardt 

V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer LZG

 

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