Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Klasse2000 bringt Gesundheit auf den Stundenplan

Gesundheitsförderung und Prävention sind in den Lehrplänen aller Bundesländer verankert. Klasse2000 ist hierfür ein umfassendes, erprobtes und evaluiertes Programm. 

Klasse2000 beginnt bei den 6- bis 7-jährigen Kindern in der 1. Klasse und begleitet sie durch die gesamte Grundschulzeit. Pro Schuljahr werden bis zu 15 Unterrichtseinheiten von den Lehrkräften sowie von speziell für diese Aufgabe geschulten Klasse2000-Gesundheitsförderern in altersgerechter Weise durchgeführt. Im Verlauf des Projekts werden die Kinder mit Funktionen des Körpers, insbesondere der Atmung und der Herz-Kreislauffunktion, vertraut gemacht. Weitere wesentliche Bestandteile sind u.a. Bewegung und Entspannung, die Erfahrung der Sinne, Soziales Lernen und Ernährung.

Eine Besonderheit des Programms sind speziell geschulte Klasse2000-Gesundheitsförderinnen und -förderer. Bundesweit sind über 1.300 Gesundheitsförderer für Klasse2000 aktiv. Sie kommen aus den Berufsfeldern Gesundheit oder Pädagogik, haben Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und werden regelmäßig fortgebildet. Die jährlich stattfindenden Treffen aller Gesundheitsförderer dienen der Auswertung und Optimierung der Programmdurchführung.

Die Gesundheitsförderer begeistern die Kinder für das Thema Gesundheit. Sie gestalten 2–3 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr und führen neue Klasse2000-Themen ein. Sie bringen dafür spannende Materialien mit, mit denen die Kinder gerne arbeiten. Damit wird die Motivation der Kinder erhöht, die Themen anschließend mit den Lehrerinnen und Lehrern weiter zu bearbeiten.

Für das Projekt wurde von einem interdisziplinären Beratergremium ein pädagogisches Konzept inklusive fertig ausgearbeiteter Unterrichtsvorschläge entwickelt. Jedes Kind erhält pro Schuljahr eine eigene Arbeitsmappe, die zusammen mit weiterem Klasse2000-Unterrichtsmaterial in den Klassen verteilt wird. Das Material, das kontinuierlich durch Pädagogische Arbeitskreise optimiert wird, umfasst auch Spiele, einen Atemtrainer oder Stethoskope. Die Eltern werden über Informationsabende, regelmäßige Briefe und kleine Forscheraufträge, die die Kinder mitbringen, beteiligt.

Das Programm wird über Spenden und Fördergelder finanziert, meist in Form von Patenschaften für eine oder mehrere Klassen (z.Zt. 220 € pro Klasse und Schuljahr). Wichtigste Partner sind die Lions Clubs in Deutschland. Hinzu kommen Krankenkassen, Firmen, öffentliche Träger, Privatpersonen und Eltern. Paten und Schulklassen stehen in Kontakt und erfahren wechselseitig voneinander. Das Prinzip der Patenschaft sichert neben der Finanzierung auch ein breites gesellschaftliches Engagement für das Wohl der Kinder. Optimal und daher wünschenswert ist es, wenn die Patenschaft über die vierjährige Grundschulzeit hinweg aufrechterhalten werden kann.