Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
telephone 06131-2069-0

Infektionsprävention

Sexuell übertragbare Infektionen gehören nicht der Vergangenheit an

Clamydien, Humane Papillomaviren (HPV), Tripper (Gonorrhoe), Syphilis, Trichomonaden, Hepatitis B und Herpes gehören neben HIV zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (Sexually Transmitted Infections, STI) in Deutschland. Während vor allem Syphilis lange Zeit als besiegt galt, sind Infektionen mit dem Erreger heute wieder auf dem Vormarsch.

STI sind leichter und auch auf anderen Wegen als HIV übertragbar, z.B. durch Schmierinfektionen, Küssen oder Oralsex. Kondome schützen hier nur bedingt bzw. nicht bei allen STI.

Folgen von STI

Unbehandelt können STI schwerwiegende Auswirkungen haben. Zudem machen sie den Körper anfällig für andere Infektionen. Personen mit STI haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Umgekehrt tragen auch HIV-Infizierte ein erhöhtes Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Bei Menschen mit HIV, die sich gleichzeitig z.B. mit Syphilis infiziert haben, kann sich der HI-Virus schneller ausbreiten und AIDS schneller zum Ausbruch kommen. Beide Erkrankungen können sich gegenseitig im Verlauf ungünstig beeinflussen. Bei HIV-Positiven kann Syphilis schneller wieder aktiviert werden, obwohl sie Medikamente dagegen erhalten haben.

STI können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, bei vorher gesunden Menschen Schädigungen des zentralen Nervensystems oder Unfruchtbarkeit hervorrufen. Daher ist eine Vorbeugung gegen STI und die frühzeitige Behandlung einer Infektion von größter Bedeutung.

Jugendliche rechtzeitig informieren

Da zu einem gesunden Aufwachsen auch die sexuelle Gesundheit gehört, ist die Aufklärung Jugendlicher über die verschiedenen sexuellen Ansteckungsgefahren eine wichtige Aufgabe. Die LZG widmet sich dieser Aufgabe z.B. im Rahmen der landesweiten Schulpräventionswoche zu HIV/AIDS und STI. Ihr Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema „sexuelle Gesundheit“ zu sensibilisieren und darüber zu informieren, wie eine möglicherweise folgenschwere Infektion mit dem HI-Virus oder anderen sexuell übertragbaren Erregern vermieden werden kann.