Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Infektionsprävention

Fakten zu HIV und AIDS

Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV. Davon sind etwa 1,7 Millionen Kinder.

67 % der Betroffenen erhalten Medikamente - etwa ein Drittel somit nicht.

2018 starben weltweit 690.000 Menschen an den Folgen von AIDS. Seit Beginn der Epidemie sind weltweit 32,7 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS gestorben. Am stärksten betroffen ist das südliche Afrika. In Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Infektionen in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

In Deutschland leben heute rund 88.000 Menschen mit HIV. Da immer weniger Menschen an den Folgen der Infektion sterben, steigt diese Zahl. In 2018 infizierten sich ca. 2.400 Menschen neu mit HIV.  Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist im europäischen Vergleich sehr niedrig und seit mehreren Jahren konstant.

Rund 71.400 Menschen nahmen Ende 2018 HIV-Medikamente. Das sind 93% der Menschen, die von ihrer HIV-Infektion wissen. Viele Menschen leben jahrelang unwissentlich mit HIV, rund 10.600 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer HIV-Infektion.

Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben.

In Rheinland-Pfalz leben ca. 2.300 Menschen mit HIV. Seit Beginn der Epidemie starben in RLP ca. 1.100 Menschen an der HIV-Infektion.

 

Die Corona-Pandemie wirft die Maßnahmen gegen HIV/AIDS zurück: In vielen Ländern werden die Medikamente knapp.

HIV gehört zu den schwer übertragbaren Krankheitserregern. Der alltägliche Umgang miteinander birgt kein Risiko und die üblichen Hygienemaßnahmen im Haushalt, im Krankenhaus, auf der Arbeit, im Sport oder in der Arzt- oder Zahnarztpraxis reichen aus, um das Virus unschädlich zu machen.

Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen. Kondome schützen vor einer Infektion und verringern gleichzeitig das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen. HIV-Übertragungen können auch beim intravenösen Drogenkonsum oder bei medizinischen Behandlungen mit Blut und Blutprodukten entstehen. Hierzu gibt es spezielle Vorsichtsmaßnahmen.