Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Infektionsprävention

Impfschutz ist Lebensschutz

Infektionskrankheiten wie Keuchhusten, Diphtherie, Scharlach oder Masern hatten in der Vergangenheit schwerwiegende Folgen und endeten häufig tödlich. Dass diese Krankheiten inzwischen bei uns selten auftreten und gut behandelt werden können, dazu tragen neben besseren Lebensbedingungen vor allem Antibiotika und Schutzimpfungen bei. Wer gegen Infektionskrankheiten geimpft ist, muss heute nichts mehr von ihnen befürchten.

Nicht impfen heißt: Infektionsrisiko für sich und andere

Trotz dieser Erfolge stehen viele Menschen Impfungen kritisch gegenüber. Eltern lassen ihre Kinder nicht oder nicht aureichend impfen, weil sie Nebenwirkungen befürchten oder nicht wissen, wozu die Impfung gut ist. Viele der Krankheiten, gegen die wir heute geimpft werden können, stellen nur nur noch abstrakte Gefahren dar: Das wiegt die Menschen in Sicherheit und läßt sie glauben, eine Vorbeugung durch Impfen sei nicht nötig.

Doch Impfen ist und bleibt ein wichtiger Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit unserer Mitmenschen. Denn wer keine Impfung hat, trägt nicht nur das Risiko einer eigenen Infektion und Erkrankung, sondern ist auch Überträger des Erregers. Er oder sie kann Menschen im Umfeld infizieren, die keinen Impfschutz haben oder sehr geschwächt sind, etwa Babys oder alte und kranke Menschen. Daher sollten auch Jugendliche und Erwachsene unbedingt ihren Impfstatus überprüfen lassen und fehlende Impfungen nachholen.

Europäische Impfwoche 2018

Vom 23. bis 29. April 2018 begeht die Europäische Region der WHO die Europäische Impfwoche (EIW). Sie wird jedes Jahr durchgeführt und soll auf die Bedeutung von Impfungen für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen aufmerksam machen.

Das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut haben zu diesem Anlass eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht. Sie stellt fest, dass immer noch zu wenige Kinder gegen Masern geimpft werden. Vor allem die zweite Impfung fehle vielen Kindern. Dem Robert Koch-Institut seien für 2017 insgesamt 929 Masernerkrankungen übermittelt worden, fast dreimal mehr als im Jahr 2016. Etwa ein Viertel der Infizierten müssten im Krankenhaus behandelt werden, in einigen Fällen führe die Erkrankung auch immer noch zum Tod. Der Impfaufklärung komme daher eine große Bedeutung zu.

Anlässlich der Europäischen Impfwoche stellt die BZgA ein neues Erklärvideo mit Tipps zum stress- und schmerzarmen Impfen zur Verfügung.

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Zur Pressemitteilung

Elterninfo: Impfen, ja oder nein?

Die LZG hat für Eltern, die sich mit der Frage „Impfen, ja oder nein?“ beschäftigen, eine gut verständliche Kurzinformation entwickelt. Sie erklärt, welche Folgen Infektionen haben, wie eine Imfpung wirkt und worauf Eltern achten sollten.

Elterninfo 19: Impfen Herunterladen

Die gedruckte Version ist im LZG-Shop erhältlich. Zum LZG-Shop

Wenn Sie Fragen zum Thema Impfen haben, besprechen Sie sie mit Ihrem Haus- oder Kinderarzt oder lassen Sie sich bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt beraten.