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Gut zu wissen: Das Wichtigste im Umgang mit Hitze

Für die einen kann es gar nicht warm genug sein, die anderen scheuen bei hohen Temperaturen jeden Schritt vor die Haustür: Der Umgang mit Hitze ist individuell sehr unterschiedlich. In den letzten Jahren hat sich aber gezeigt, dass die Hitzeperioden länger werden, die Höchsttemperaturen steigen, die Nächte weniger abkühlen – und die gesundheitlichen Belastungen immer mehr Menschen treffen.

Was an heißen Tagen zu beachten, wird in einem Film der Stiftung Gesundheitswissen auf YouTube kurz erklärt:
Wie kann ich mich vor Hitze schützen?

 

Extreme Hitze ist ein Gesundheitsrisiko für alle Menschen – vor allem, wenn sie über mehrere Tage andauert. Ältere, Säuglinge und Kleinkinder, Pflegebedürftige sowie akut und chronisch Erkrankte sind jedoch besonders gefährdet. Aber auch alleinlebende Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, Menschen, die im Freien arbeiten oder körperliche Schwerarbeit leisten, Obdachlose und Suchtkranke sind betroffen. Auch der Wohnort spielt eine Rolle: Stark versiegelte Städte heizen sich sehr viel mehr auf als ländliche Regionen im Grünen.

Grundsätzlich wirkt sich die Hitze bei den meisten Menschen auf die Leistungsfähigkeit aus. Wenn auch noch warme Nächte die Erholung erschweren, gerät das körpereigene Kühlsystem an seine Grenzen. Die häufigsten Folgen:

  • Herz-Kreislauf-Probleme treten auf oder verstärken sich
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Erschöpfung bis hin zur Benommenheit
  • Flüssigkeitsmangel, der bis zur Verwirrtheit führen kann
  • Hautausschläge
  • Muskelkrämpfe
  • „schwere“ Beine, geschwollene Knöchel
  • Ohnmachten, wenn aufgrund der erweiterten Gefäße der Blutdruck stark absinkt und das Gehirn nicht mehr richtig durchblutet wird
  • Sonnenstich
  • Hitzschlag

Ein Film der Stiftung Gesundheitswissen erklärt die Folgen von Hitze für die Gesundheit kurz und verständlich:
Welche Folgen kann Hitze für unsere Gesundheit haben?

Die Erderhitzung können wir nicht mehr aufhalten; umso wichtiger ist es, dass wir unsere Lebensweise und unsere Umgebung an die extremen Temperaturen anpassen. Die zehn wichtigsten Tipps:

  1. Bereiten Sie sich mit dem Blick auf die Wetterkarte auf Hitzetage vor.
  2. Trinken Sie ausreichend, d.h. zwei bis drei Liter am Tag. Am besten sind Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtschorlen. Trinken Sie, bevor Sie Durst verspüren. Vermeiden Sie eiskalte Getränke und Alkohol.
  3. Tragen Sie leichte, lockere Kleidung aus natürlichen Materialien, bevorzugt in hellen Farben, da diese sich in der Sonne weniger aufheizen.
  4. Halten Sie Innenräume kühl durch Lüften in den Nacht- oder frühen Morgenstunden und Verschatten der Fenster am Tag. Ein Ventilator kann für Erfrischung, wenn auch nicht für kühlere Temperaturen sorgen.
  5. Mit kühlen Armbädern, lauwarmen Duschen, feuchten Tüchern oder auch einem Fächer verschaffen Sie dem Körper vorübergehende Abkühlung.
  6. Meiden Sie die Sonne. Denken Sie trotzdem beim Rausgehen immer an Sonnenschutz für Kopf und Haut.
  7. Legen Sie anstrengende Arbeiten, Sport und ähnliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden oder verschieben Sie sie auf kühlere Tage. Verringern Sie in jedem Fall die Intensität!
  8. Nehmen Sie mehrere leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich. Auch wenn an normalen Tagen von zu viel Salzkonsum abgeraten wird: In Hitzeperioden darf es ruhig ein bisschen mehr sein, denn Salz wird durch Schwitzen verstärkt ausgeschieden.
  9. Medikamente müssen eventuell an den veränderten Stoffwechsel angepasst werden. Vor allem die Wirkung von Blutdrucksenkern, Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Medikamentenpflastern kann sich durch die Hitze verändern. Auch Medikamente, die über Niere oder Leber ausgeschieden werden, sollten überprüft werden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Bewahren Sie Medikamente kühl auf.
  10. Schlafen Sie möglichst im kühlsten Raum der Wohnung. Tragen Sie leichte, lockere Nachtwäsche und verwenden Sie ein Baumwoll- oder Leinentuch als Decke.

Das Land Rheinland-Pfalz betreibt ein Informationsportal zum Thema Hitze mit zahlreichen Tipps und weiterführenden Links.
Zur Website

Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) gibt auf ihrem Portal „Klima Mensch Umwelt“ umfassende Informationen zum Thema Hitzeschutz, zusammengefasst für unterschiedliche Personengruppen und Lebensbereiche.
Zur Website

In der zu „Klima Mensch Umwelt“ gehörigen Mediathek findet man Materialien jeder Art: Flyer und Broschüren, Infografiken und Sharepics, Erklärvideos und Unterrichtsmaterial.
Zur Mediathek

Umfangreiche Informationen und kleine Filme zu einzelnen Aspekten des Themas Hitze und Gesundheit stellt die Stiftung Gesundheitswissen zur Verfügung.
Zur Website

Speziell an Jugendliche und junge Erwachsene richtet sich die BZgA mit der Aktion „Alkohol? Kenn dein Limit.“ Sie erklärt auch, weshalb Hitze und Alkohol keine gute Kombination ist.
Zum Beitrag

Das Robert-Koch-Institut hat umfangreiche Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze zusammengestellt.
Zur Website

Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung haben auf der Website patienteninformation.de Hinweise zu Gesundheit und Hitze in Leichter Sprache verfasst.
Zur Website

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Kastrastrophenschutz (BBK) liefert ebenfalls umfangreiche Informationen, z.B. wie man Vorsorge treffen kann oder wie man sich im Freien bei großer Hitze verhalten sollte, sowie Informationsmaterialien zum Herunterladen.
Zur Website

Hitzewarndienst des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

UV-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) informiert tagesaktuell über mögliche Einflüsse des Wetters auf den Menschen und warnt vor Gesundheitsgefahren, zum Beispiel durch Hitze.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt praktische Anleitungen für eine Reihe von Erste-Hilfe-Maßnahmen zur Verfügung, auch bei Hitzschlag und Sonnenstich.
Hitzschlag – was tun?
Sonnenstich – Erste-Hilfe-Maßnahmen

Bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) kann eine Erste-Hilfe-Karte zu akuten Hitzeerkrankungen heruntergeladen werden.
Zum Download

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