Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Schulgesundheitsfachkräfte verbessern die Gesundheitssituation an Grundschulen

In Rheinland-Pfalz werden Schulgesundheitsfachkräfte (SGF) nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie seit 2022 an Grundschulen eingesetzt. Aktuell sind insgesamt 31 Schulgesundheitsfachkräfte an 31 Grundschulen tätig. (Stand: November 2025) Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) ist als Projektträgerin für die Implementierung der Schulgesundheitsfachkräfte an den Schulen verantwortlich. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation erfolgt über die Universitätsmedizin Mainz. Finanziert werden die Schulgesundheitsfachkräfte über das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz.

Bereits im Jahr 2018 wurden an zwei Grundschulen in Mainz die ersten Schulgesundheitsfachkräfte eingesetzt. Aufgrund der positiven Erfahrungen und Ergebnisse der ikidS-Studie II der Universitätsmedizin Mainz (ikidS – „Ich komme in die Schule“) wurde das Pilotprojekt ab 2022 deutlich ausgebaut.

Die Schulgesundheitsfachkräfte bringen eine hohe Qualifikation mit: Es handelt sich um examinierte Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegekräfte mit Berufserfahrung, die zudem eine berufsbegleitende Qualifizierung in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt durchlaufen.

SGF können dazu beitragen, ein niedrigschwelliges und aufsuchendes System der kinderorientierten Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung im Lebensraum Schule zu etablieren. Sie leisten bei Not- oder Unfällen erste Hilfe, verabreichen Medikamente, unterstützen Schülerinnen und Schüler mit chronischen Erkrankungen, sind Ansprechpartnerinnen und Vertrauenspersonen und können so zum Beispiel frühzeitig psychische Auffälligkeiten von Kindern erkennen.

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SGF in Rheinland-Pfalz

  

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Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften – Eine Publikation der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
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Einführung von Schulgesundheitsfachkräften an Grundschulen in Rheinland-Pfalz - Ergebnisse der Evaluation durch das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universitätsmedizin Mainz
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Informationen zum ikidS-Projekt
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Schulgesundheitsfachkräfte in Brandenburg
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Schulgesundheitsfachkräfte in Hessen
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Fachtag „Schulgesundheitsfachkräfte“ am 26. September 2023

Die medizinisch-pflegerische Versorgung von Kindern mit (chronischer) Erkrankung im Schulkontext stellt einen wesentlichen Baustein zur Stärkung der Bildungsteilhabe und Reduktion krankheitsbedingter Chancenungleichheit dar.

Im Rahmen des Modellprojektes Schulgesundheitsfachkräfte (SGF) sind Fachkräfte an Grundschulen in Rheinland-Pfalz tätig. Sie tragen dazu bei, ein niedrigschwelliges und aufsuchendes System der kinderorientierten Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung im Lebensraum Schule zu etablieren.

  • Auf dem Fachtag „Schulgesundheitsfachkräfte“ nahm Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong von der Technischen Hochschule Mittelhessen wissenschaftliche Perspektiven – Aufgaben, Organisationsmodelle, Finanzierung, Wirksamkeit, ökonomische Effekte – auf das neue Berufsbild „School Nurse“ in den Blick.
  • Prof. Dr. Michael S. Urschitz vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz gab einen Einblick in die Bedeutung von chronischer Krankheit für den individuellen Bildungserfolg und stellte Beispiele für effektive Unterstützungsmaßnahmen vor.
  • Dr. Michael Eichinger präsentierte erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Schulgesundheitsfachkräfte in Rheinland-Pfalz.
  • Regionale Workshops boten die Möglichkeit, zu verschiedenen Aspekten schulinterner sowie externer Vernetzung im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung von Grundschulkindern in den Austausch zu gehen und gemeinsam Strategien und Perspektiven der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Zielgruppen waren neben den am Projekt beteiligten Schulen, Schulleitungen, Schulgesundheitsfachkräfte, Lehrerschaft, Eltern, Schülerinnen- und Schülervertretung, Schulsozialarbeit und -psychologie insbesondere auch die kommunalen Schulträger, der öffentliche Gesundheitsdienst, die Unfallkasse, Kinder- und Jugend(zahn)ärzte, Sprachmittler und lokale Einrichtungen der Familienbildung