Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Suchtprävention

Workshop Essstörungen

Termin: Mittwoch, 26. August 2020 von 10:00 - 16:00 Uhr

Referent: Dipl.-Psych. Florian Hammerle; Geschäftsführer der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie- und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz

Dialoggruppe:
Fachkräfte, die beruflich in Kontakt mit risikoreich essenden oder essgestörten Personen stehen

Inhalt:
Gestörtes Essverhalten und Maßnahmen zur Gewichtskontrolle sind verbreitete Phänomene im Jugendalter, deren Häufigkeit bei 12% bis 22% liegt (Herpertz-Dahlmann et al., 2008; Hölling & Schlack, 2007). Im Vergleich dazu sind manifeste Essstörungen seltener mit Häufigkeiten von 0,3% für Anorexia nervosa, 0,4% für Bulimia nervosa und 0,5% für die Binge-Eating-Störung (Hammerle et al. 2016). Obwohl Essstörungen damit einen geringen Teil psychischer Störungen ausmachen, gelten sie als sehr schwer zu behandeln (Herpertz, Herpertz-Dahlmann, Fichter, Tuschen-Caffier, & Zeeck, 2011), nehmen häufig chronische Verläufe und weisen besonders im Bereich der Anorexia nervosa mit zwischen 6 bis 16% der Betroffenen die höchsten Mortalitätsraten aller psychischen Störungen auf (Arcelus et al. 2011; Zipfel et al. 2000). Die häufig geringe Krankheitseinsicht und Behandlungsmotivation stellen Personen des psychosozialen Helfernetzes vor große Herausforderungen.

Ziele:

Vermittlung von diagnostischen Eckdaten und Häufigkeit von Essstörungen sowie mögliche akute Gefahren

Einführung in die Entstehungsbedingungen, Störungsmodelle und Funktionalität von Essstörungen, sowie Wissen zu Früherkennung

Erlernen und praxisbezogenes Üben von Gesprächsführung zur Herstellung und Aufrechterhaltung einer gelingenden Zusammenarbeit

Methode:
Der Workshop ist stark interaktiv gestaltet. Dabei wechseln sich Elemente mit Frontallehre unter Einbindung von Power-Point und Videos mit Kleingruppenübungen und Rollenspielen ab. Im Bereich der Funktionalität und Früherkennung von Essstörungen wird die Umsetzung durch Verhaltensanalysen praktisch erfahrbar. Es wird erlernt, welche kurzfristigen Konsequenzen Essstörungen aufrechterhalten können. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der praxisbezogenen Vermittlung von Gesprächsführungsmethoden mit Bezug auf die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) um Handlungsstrategien im Umgang mit Klienten zu entwickeln. Die Veranstaltung wird durch einen Überblick über Helfernetze, Ansprechpersonen und Anlaufstellen abgerundet.

Ort:
Hotel INNdependence
Gleiwitzer Straße 4
55131 Mainz

Wegbeschreibung

Teilnahmegebühr:
10,- Euro (darin enthalten sind die Kosten für Tagungsgetränke und Mittagsimbiss)

Anmeldeschluss:
10. August 2020

Hinweis:
Sofern die Fortbildung aufgrund geltender Regelungen nicht persönlich stattfinden kann, wird sie digital durchgeführt werden. Hierüber informieren wir gerne 3-4 Wochen im Voraus.

Die Online-Anmeldung ist geschlossen

Eine Anmeldung ist derzeit nicht möglich.

Gerne können Sie sich für die Veranstaltung auf die Warteliste setzen lassen. Hierfür wenden Sie sich bitte an
Freya Hölz
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