Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Gesundheit in der Kommune

Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung im kommunalen Setting

Die Krankenkassen und -verbände haben in Rheinland-Pfalz die Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit (KGC), angebunden an die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), mit der Federführung des „Modellprojektes Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung im kommunalen Setting“ beauftragt.

Arbeitslosigkeit kann krankmachen

Die persönliche Gesundheit eines Menschen ist von vielen Faktoren abhängig. Anhaltende Arbeitslosigkeit stellt dabei ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Für einen gelungenen Wiedereinstieg in den Beruf sind jedoch die körperliche und psychische Gesundheit wichtige Erfolgsfaktoren. Ein Kreislauf, den Betroffene alleine oft nur schwer durchbrechen können.

Der GKV Spitzenverband verweist darauf, dass 35 Prozent der Arbeitssuchenden, die Anspruch auf Grundsicherung haben, unter teilweise gravierenden gesundheitlichen, vor allem an psychischen Beeinträchtigungen leiden.

Wege zur Gesundheitsförderung in den Regionen

Obwohl also gerade arbeitslose Personen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bräuchten, nutzt diese Gruppe die vorhandenen Angebote der Gesundheitsförderung, z.B. der Krankenkassen oder Sportvereine, nur selten. Das „Modellprojekt zur Verknüpfung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in kommunalen Lebenswelten“ hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Personenkreis an gesundheitsfördernde Maßnahmen heranzuführen. Die Jobcenter und die Gesetzlichen Krankenkassen verfolgen in diesem Projekt gemeinsam das Interesse, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von ALG I/II-Empfängerinnen und Empfängern zu fördern.

Im Rahmen dieses Projektes hat die KGC die Möglichkeit, Angebote im kommunalen Setting zu gestalten, die sich ausschließlich an diese Zielgruppe richten. Grundlage für alle Angebote ist die Freiwilligkeit und die Möglichkeit der kostenfreien Inanspruchnahme. Die Anbindung des Projektes an die KGC der LZG bildet daher eine wichtige Ergänzung im kommunalen Bereich der Gesundheitsförderung.

Kommunale Gesundheitsförderung im Landesnetzwerk

Auf Landesebene ist das Projekt über die KGC in die Strukturen der Landesrahmenvereinbarung zum Bundespräventionsgesetz eingebunden und kann die Vernetzung in der Praxis vor Ort nutzen. Erfreulich sind die ersten Schnittstellen zu den Themen „Selbsthilfe“, „Bewegung“, „Ernährung“ und „Integration“.

Standorte in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist das Projekt in 2017 mit den Standorten Stadt Kaiserslautern, Stadt Worms und dem Landkreis Birkenfeld gestartet. Die Themenfelder zur Gesundheitsförderung, die das Projekt aus der Praxis der Arbeitsvermittlung aufgreift, sind vielfältig.

Im Jahr 2018 konnte das Projekt auf zwölf Standorte erweitert werden. In den Regionalgruppen, die an der Arbeitsvermittlung vor Ort angebunden sind, werden Konzepte und Angebote der Gesundheitsförderung entwickelt, die mögliche Kooperationspartnerinnen und -partner sowie die Strukturen vor Ort einbeziehen.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist in der LZG
Sandra Helms, Telefon 06131 2069-66, E-Mail.