Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.

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Landes-Netz-Werk Demenz

Landes-Netz-Werk Demenz – Schwerpunktthemen

Neben der Förderung und Stärkung der Vernetzung vor Ort, der Enttabuisierung des Themas Demenz in der Öffentlichkeit und der Verbesserung der Teilhabe, Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen stehen folgende Themen im Mittelpunkt der Arbeit des Landes-Netz-Werks Demenz:

Weiterentwicklung der Vernetzung

Die Vernetzung von Hilfeangeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige wird derzeit innerhalb von 41 regionalen Demenznetzwerken in ganz Rheinland-Pfalz vorangetrieben. Die Netzwerke sind zentrale Anlaufstellen für alle, die sich über das Thema Demenz informieren wollen. Gleichzeitig sorgen sie mit ihrer Arbeit für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der regionalen Angebotsstruktur. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht Schnittstellen in der Versorgung von Menschen mit Demenz optimieren, organisieren gemeinsam Informationsveranstaltungen und Schulungen oder setzen Handreichungen zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz um.

Unabhängig von diesen Aufgaben und Zielsetzungen variieren die Netzwerke in Rheinland-Pfalz jedoch in ihrer Struktur und Arbeitsweise. 

Daher hat das Landes-Netz-Werk Demenz, mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, eine Studie in Auftrag gegeben, die diese Unterschiedlichkeit – aber auch Gemeinsamkeiten- der regionalen Demenznetzwerke aufgreift. Ziel war es, fördernde und hemmende Faktoren für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit zu identifizieren, um so zu einer Weiterentwicklung der rheinland-pfälzischen Netzwerke beizutragen. 

In einem ersten Workshop wurde dabei eine Online-Befragung erarbeitet, die anschließend an alle Koordinierenden der Demenznetzwerke verschickt wurde. Nach Beendigung der Befragung und Auswertung der Daten durch das iso-Institut (Saarbrücken) wurden in einem zweiten Reflexionsworkshop die Ergebnisse der Befragung den Netzwerkkoordinierenden dargestellt und diskutiert. Ziel ist es, aus den Ergebnissen der Befragung mögliche Qualitätskriterien einer guten Netzwerkarbeit zu identifizieren und Empfehlungen für Demenznetzwerke zu skizzieren.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD) im Rahmen der Demenzstrategie des Landes Rheinland-Pfalz.

Download Online-Befragung (Protokoll 1. Workshop)

Download Ergebnisse der Online-Befragung (Protokoll 2. Workshop)

Download Abschlussbericht

 

Abschlussveranstaltung: 6. Netzwerk-Konferenz

„Demenznetzwerke – für jede Region ein Gewinn!“ – unter diesem Titel beschäftigte sich die 6. Netzwerkkonferenz am 30.05.2016 mit den Fragen: Wie sind Demenznetzwerke in Rheinland-Pfalz aufgestellt? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?

Programm

Begrüßung

  • Susanne Herbel-Hilgert 
    Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
  • Bernhard Scholten 
    Leiter der Abteilung Soziales und Demografie Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz

Vortrag

  • Demenznetzwerke in RLP – Ergebnisse aus der Studie „Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Demenznetzwerken“ 
    Dr. Sabine Kirchen-Peters
    iso-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft, Saarbrücken 
    Vortrag herunterladen
  • Einführung in die DemNet-D Studie und Schwerpunktthema: „Nutzer von Demenznetzwerken und typische Inanspruchnahme“
    Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann 
    Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen 
    Vortrag herunterladen

Vortrag

  • Schwerpunktthema: „Demenznetzwerke – Typenbildung und Steuerung“ 
    Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann 
    Institut für angewandte Sozialwissenschaften, Zentrum für kooperative Forschung an der DHBW Stuttgart, Fakultät Sozialwesen 
    Vortrag herunterladen

Austausch

  • Impulse zur Stärkung der Demenznetzwerke in Rheinland-Pfalz 
    Dr. Sabine Kirchen-Peters, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann und Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann, Susanne Herbel-Hilgert, Olaf Spohr

Ausblick

  • Unterstützungsangebote des Landes-Netz-Werkes Demenz 
    Susanne Herbel-Hilgert

Moderation: Christiane Poertgen

Demenzkompetenz im Krankenhaus

Krankenhausaufenthalte stellen Menschen mit Demenz vor große Herausforderungen. Aufgrund kognitiver Einschränkungen sind sie häufig nicht mehr in der Lage, sich an Absprachen zu halten oder ihre Bedürfnisse zurückzustellen. Deswegen fällt es Menschen mit Demenz oftmals schwer, sich aktiv an Diagnostik, Therapie oder den Abläufen im Krankenhaus zu beteiligen. Aus diesem Dilemma heraus entstehen Probleme sowohl für die betroffene Person wie auch für das Krankenhauspersonal. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz (MSAGD) beauftragte vor diesem Hintergrund die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) 2013 mit der Durchführung des rheinland-pfälzischen Modellprojekts „Demenzkompetenz im Krankenhaus“. Ziel des Modellprojekts war eine Steigerung der Lebens- und Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz während eines Krankenhausaufenthalts.

Acht rheinland-pfälzische Kliniken wurden im Rahmen des Modellprojekts darin unterstützt, Wege zur Steigerung der Lebens- und Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz zu erarbeiten und umzusetzen.

Projektstruktur und Meilensteine

Projektinhalte

Abschlussbericht zum Download

Um den begonnen Prozess fortzusetzen und Erkenntnisse aus dem Projekt weiterzugeben, wurden gemeinsam mit dem Institut inverso von November 2015 bis Mai 2016 acht regionale Foren „Demenz im Krankenhaus“ an den Standorten Andernach, Trier, Idar-Oberstein, Ludwigshafen, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Wittlich, Zweibrücken und Mainz durchgeführt.

Ziel der Regionalforen war es, die gewonnene Expertise aus dem Modellprozess in einem multiprofessionellen und sektorenübergreifenden Austausch vorzustellen. Zudem sollten die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse in den rheinland-pfälzischen Regionen vernetzt und verstetigt werden.

Außerdem werden in Multiplikatorenschulungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kliniken sowohl mit fachlichem Wissen als auch mit organisatorischem Know-how ausgestattet. Ziel ist es, dass sie anschließend in ihren Krankenhäusern eine Multiplikatorenwirkung entfalten.

Zukünftige Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender.

Demenz und Museum

Die Idee

Ähnlich wie Musik kann auch die Begegnung mit Kunst sehr positive Wirkungen auf die Stimmung und sogar den Krankheitsverlauf von Menschen mit Demenz haben. Ein Besuch im Museum, das Betrachten von Bildern und anderen Kunstgegenständen, trägt nachweisbar dazu bei, das emotionale Wohlbefinden von Menschen mit Demenz zu steigern und ihr Kommunikationsverhalten anzuregen. Ebenso kann sich eine Führung, etwa in einem historischen Museum, positiv auf das Erinnerungsvermögen der Besucherinnen und Besucher auswirken, können etwa „Erinnerungsinseln“ angesprochen werden, die alte Erfahrungen und Gefühle wieder aufleben lassen.

Die Kooperation

Eine der zentralen Aufgaben der Demenzstrategie Rheinland-Pfalz und des Landes-Netz-Werks Demenz ist es, an der Bildung von Strukturen mitzuwirken, die die Teilhabe von Menschen mit Demenz am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Aus diesem Grund kooperiert die LZG seit 2014 mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz e.V., um Menschen mit Demenz den Zugang zu den Museen und Ausstellungshäusern des Landes zu erleichtern. Dies soll über eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Häusern in den Regionen und den dort agierenden Demenznetzwerken erreicht werden.

Erste Schritte

Die Zusammenarbeit des Museumsverbandes RLP und der LZG wurde auf dem jährlichen Museumstag des Museumsverbandes im September 2014 im Mainzer Landesmuseum angebahnt. Dort wurde vereinbart, in einem ersten Schritt die Museen und Ausstellungshäuser auf vier Regionalkonferenzen mit den regionalen Demenznetzwerken an einen Tisch zu bringen.

Das erste dieser Treffen war im Oktober 2014 in Mainz, das zweite im November 2014 im Stadtmuseum Simeonstift in Trier. Die Kooperationspartner fanden sich zu weiteren Regionaltreffen am 20. April 2015 in Bad Kreuznach und am 11. Mai 2015 in Kaiserslautern zusammen.

Parallel dazu wurde vom Museumsverband RLP und der LZG der „Runde Tisch Demenz und Museum“ ins Leben gerufen. Hier kommen Vertreterinnen und Vertreter der Museen und Demenznetzwerke von Rheinhessen zusammen und erarbeiten gemeinsam einen Leitfaden für den Museumsbesuch von Menschen mit Demenz. Zuletzt traf man sich im Januar 2015 im Naturhistorischen Museum in Mainz, um einen ersten Entwurf des Leitfadens zu erstellen.

Fortbildung „Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz“

Die allerwenigsten Museen in Rheinland-Pfalz verfügen über geeignetes pädagogisches Personal für Führungen für Menschen mit Demenz. Geschulte Pädagogen sind aber die Voraussetzung, um Gruppen von Menschen mit Demenz einen geeigneten Zugang zur Kunst in den Museen des Landes zu ermöglichen.

Deswegen bietet das Landes-Netz-Werk Demenz in Kooperation mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz ein Seminar „Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz“ an. Das Seminar vermittelt Grundlagen für die museumspädagogische Arbeit mit Menschen mit Demenz.

Weitere Informationen zum Seminar unter „Fortbildungen“

Veranstaltungen

21. September 2015: Führung für Menschen mit Demenz im Landesmuseum Mainz

11. Mai 2015: Regionalkonferenz des Museumsverbandes Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern

20. April 2015: Regionalkonferenz des Museumsverbandes Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach

26. Januar 2015: Runder Tisch „Demenz und Museum“ in Mainz

3. November 2014: Regionalkonferenz des Museumsverbandes Rheinland-Pfalz in Trier

15. September 2014: Museen im Dienste der Gemeinschaft – Angebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige" in Mainz

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