Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Demenz

Teilhabeangebote - Demenz und Kultur

Zielgruppe

Männer mit Demenz, Angehörige, Pflegeeinrichtungen

Ziele

Das ganzheitliche Konzept zielt auf individuelle Bereiche wie Befindlichkeit und emotionales Erleben, Aufmerksamkeit, Handlungsaktivierung, kognitive Auseinandersetzung, Erinnerung, Wertschätzung, Autarkie und Selbstbezug.

Angebotsbeschreibung

Seit 2011 findet alljährlich ein Bildhauerprojekt für dementiell erkrankte Männer in der Maternus-Stift GmbH in Altenahr-Altenburg statt.

Mit großer Freude bearbeiten alle 6–8 Teilnehmer in 13 Sommerwochen (pro Woche 2 Stunden) einen Fichtenholzstamm unter Anleitung von Herrn Rudolf Schneider, einem professionellen Bildhauer. Zusätzlich betreut eine Altenpflegerin des Seniorenstiftes die dementiell Erkrankten während der Arbeitszeit.

Die fertig bearbeiteten Stämme schmücken den Garten des Seniorenheims. Dieser ist von den Bewohnerinnen und Bewohnern mit und ohne ihre Angehörigen begehbar.

Die Bildhauerei ist eine sehr alte künstlerische Technik, die in der Arbeit mit alten Menschen wenig eingesetzt wird. In Erfahrungsberichten wird betont, dass künstlerisches Arbeiten mit Demenzerkrankten zu ausgewiesener Lebensfreude führt.

Das künstlerische Tätigsein ist eine ganzheitliche Vorgehensweise und zielt auf verschiedene individuelle Bereiche wie Befindlichkeit und emotionales Erleben, Aufmerksamkeit, Handlungsaktivierung, kognitive Auseinandersetzung, Spiel, Erinnerung, Wertschätzung, Autarkie und Selbstbezug.

Seit 2015 wird das Projekt mit einer wissenschaftlichen Evaluation begleitetet, die erstmalig Effekte der Bildhauerprojekte auf das subjektive Wohlbefinden und die Krankheitssymptome der Teilnehmer erfasst.

2016 und 2017 wurde das Projekt auf dem DGPPN/ WPA -Kongress in Berlin von Frau Dr. Seifert mit großem Erfolg vorgestellt.

Start des Angebotes: 2011

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Uniklinikum Bonn, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und das DZNE Bonn: vertreten durch PD Dr. K. Fließbach und Dr. K. Seifert

Initiator / Kontakt

Hortus Signorum
Rudolf P. Schneider
Münstereifelerstraße 16
53505 Kreuzberg/Ahr
Telefon 02643 1265
info@hortus-signorum.de

Zielgruppe

Menschen mit Demenz (Besucherinnen und Besucher der Tagespflege der RFK Alzey) und Schulanfängerinnen und -anfänger der Kindertagesstätte Kettenheimer Grund, Wahlheim

Ziele

  • Kulturelle Teilhabe
  • Biografiearbeit
  • Generationenübergreifendes Miteinander
  • Erinnerungen wecken
  • Lebensfreude stiften
  • Umgang und Kontakt mit älteren Menschen lernen

Angebotsbeschreibung

Mit einem bunt bestückten Koffer aus den Themenbereichen Musik, Kindheit, Jugend, Landwirtschaft, Religion, Alltag wird ein Nachmittag gestaltet. Besonders ist die Verknüpfung mit Vorschulkindern: interessante Gespräche entstehen, Vergleiche zwischen früher und heute werden gezogen, die Kinder und Menschen mit Demenz lernen voneinander und ein gegenseitiges Verständnis entwickelt sich. Menschen mit Demenz erleben sich nicht in ihren Defiziten, sondern können aktiv berichten.

Start des Angebotes: Januar 2015

Beteiligte & Kooperationspartner

  • Museum der Stadt Alzey
  • Kindertagesstätte Kettenheimer Grund
  • Rheinhessenfachklinik Alzey

Initiator / Kontakt

Netzwerk Demenz Alzey-Worms
Koordinatorin Bettina Koch
Dautenheimer Landstraße 66
55232 Alzey
Telefon 06731 501-468
b.koch@rfk.landeskrankenhaus.de

Zielgruppe

Menschen mit Demenz, Angehörige, interessierte Öffentlichkeit

Ziele

  • Raum geben für Kreativität
  • Erfolge ermöglichen
  • Ressourcen entdecken
  • In Austausch kommen
  • Erinnerungen schaffen

Angebotsbeschreibung

Das Projekt richtet sich an Menschen mit Demenz, die in ihrem biografischen Bezug Kontakt zu Malerei und Kunst hatten, aber auch an Menschen die bisher keinen Bezug zu diesen Themen hatten.

Im Vordergrund steht das Abtauchen in die emotionale Welt der Farben, eigene Kreativität zu erspüren und zu erfahren und vor allem produktiv etwas zu erschaffen. Hierbei wird es den Teilnehmenden ermöglicht, Erfolgserlebnisse zu haben. Der Grad der Einschränkungen spielt hierbei überhaupt keine Rolle – alle können ihre Ressourcen erspüren, entdecken und einbringen. Durch die Anleitung der Künstlerin Heike Daiber (www.daiberart.de) werden die Künstlerinnen und Künstler individuell in ihren Fähigkeiten bestärkt und beim Entdecken ihrer Ressourcen unterstützt. Die Aktionen finden im kleinen Kreis statt (max. sechs Teilnehmende).

Die Bilder werden im Rahmen von Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt und verbleiben danach im Besitz der Künstlerinnen und Künstler. Zur bleibenden Erinnerung werden durch Reprint und Layoutgestaltung Erinnerungskarten, z.B. Weihnachts- und Grußkarten, erstellt.

Start des Angebotes: 20. Oktober 2017

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Pflegestützpunkt Bad Dürkheim
  • Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz
  • Lokale Allianz für Menschen mit Demenz
  • Mehrgenerationenhaus

Initiator / Kontakt

Pflegestützpunkt Bad Dürkheim
Heike Daiber / Martin Franke
Dresdener Straße 2
67098 Bad Dürkheim
Telefon 06322 9108-866 oder -865
heike.daiber@pflegestuetzpunkte.rlp.de

Zielgruppe

Schulkinder, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Demenz

Ziele

  • Mit klassischer Musik, Erzählkunst und gemeinsamem Liedersingen möchten wir Jung und Alt zusammenbringen.
  • Es soll Begegnung und Kommunikation entstehen.
  • Wir möchten Teilhabe leben.

Angebotsbeschreibung

Die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm als Träger des Demenznetzwerks Eifelkreis lädt in Kooperation mit der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Schulkinder, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste der ortsansässigen Pflege- und Betreuungseinrichtungen zu einem interaktiven Erzählkonzert ins Haus Beda ein. Die Künstlerinnen Nadine Schuster (Klavier) und Alexandra Eyrich (Erzählkunst) lassen das Publikum einen Literaturklassiker erzählerisch und musikalisch erleben.

Die „Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens wird szenisch und interaktiv dargestellt. Rund um Ebeneezer Scrooge, den Besuch dreier Geister, aber auch den Zauber der Weihnacht spinnt sich der rote Faden, bei dem das Publikum eingeladen ist, in die Welt der Märchen und Klassik einzutauchen. Mit klassischer Musik, Erzählkunst und gemeinsamem Liedersingen entsteht ein Erlebnis, das Jung und Alt zusammenbringt und von dem alle profitieren.

Märchen sind bei den Menschen tief im Bewusstsein verankert. Sie schaffen Erinnerungen an Momente von Vertrautheit und Geborgenheit. Besonders bei älteren Menschen weckt die Weihnachtsgeschichte Erinnerungen an Rituale aus ihrer Lebensgeschichte.

Die beiden Künstlerinnen haben das Programm speziell auf die Bedürfnisse des Publikums, insbesondere von Menschen mit Demenz, zugeschnitten. Dadurch entstehen generationenübergreifende Begegnungen.

Nadine Schuster Alexandra Eyrich

Start des Angebotes: 20. November 2017

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Dr.-Hanns-Simon-Stiftung
  • Haus Beda
  • Nadine Schuster
  • Alexandra Eyrich
  • St. Matthias Grundschule
  • Otto-Hahn-Realschule plus
  • Pflege-, Betreuungseinrichtungen
  • Demenznetzwerk

Initiator / Kontakt

Demenznetzwerk Eifelkreis
Kreisverwaltung Bitburg-Prüm
Brunhilde Hell
Trierer Straße 1
54634 Bitburg
Telefon 06561 15-5209
hell.brunhilde@bitburg-pruem.de

Zielgruppe

Menschen mit beginnender Demenz, interessierte Seniorinnen und Senioren allgemein

Ziele

  • Steigerung des Wohlbefindens der Bewohnerinnen und Bewohner durch gesellschaftliche, soziale und kulturelle Teilhabe
  • Erinnerungen und Interessen wecken oder wiederbeleben
  • Gegenseitige Bereicherung durch Austausch

Angebotsbeschreibung

Einmal monatlich stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums oder des Altertumsvereins thematisch ausgewählte Objekte des Museums vor, die größtenteils auch in die Hand genommen und so haptisch erfasst werden können. In direktem Gespräch oder bei anschießendem Kaffee und Kuchen werden Erfahrungen, Empfindungen und Wissen ausgetauscht.

Eine „Museumsstunde“ dauert ca. 60 Minuten bei einer Gruppenstärke von 12–15 Bewohnerinnen und Bewohnern.

Start des Angebotes: Februar 2015

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Seniorenresidenz Frankenthaler Sonne
  • Stadt Frankenthal (Museum)
  • Altertumsverein Frankenthal
  • SeniorTrainer

Initiator / Kontakt

Pro Seniore Residenz Frankenthaler Sonne
Monika Koßmehl
Mahlastraße 14
67227 Frankenthal
Telefon 06233 348-09
frankenthal@pro-seniore.com

Zielgruppe

Schwerpflegebedürftige, demente Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums

Ziele

  • Verbesserung des Wohlbefindens durch visuelles Snoezelenprojekt nach Maßgabe der Biographiedaten zur Aktivierung individueller Ressourcen

Angebotsbeschreibung

Besonders in der stationären Pflege gibt es immer wieder Menschen mit einer so hohen Beeinträchtigung ihres körperlichen und geistigen Zustandes, dass sie auf regulärem Wege kaum noch erreichbar sind. Um dennoch einen Zugang zu diesen Menschen zu finden und auf deren Befinden positiv Einfluss nehmen zu können, ist es notwendig auf eine mentale Ebene auszuweichen. Dies ist z.B. beim „Snoezelen“ gegeben. Nach Maßgabe der Erfragung der Biografiedaten der Bewohnerinnen und Bewohnern von den Angehörigen können unterschiedliche mentale Reize zu einer sehr positiven Resonanz führen.

Ausgehend von der Überlegung, dass Herxheim in der aktiven Lebenszeit dieser Menschen überwiegend landwirtschaftlich geprägt war und das Wetter dabei einen noch erheblicheren Einfluss auf Leben und die Arbeit der Menschen hatte, hat der Verein versucht, durch die Installation eines natürlich wirkenden Himmelsbildes mit lockerer Wolkenformation auf der visuellen Ebene einen positiven mentalen Effekt zu erzielen.

Hierbei wurden in eine bestehende abgehängte Rasterdecke 6 bzw. 8 x 2 transparente Paneele mit einer jeweiligen Größe von 60 x 60 cm eingelegt, auf die zuvor ein zusammenhängendes Himmelsbild aufgebracht wurde (Gesamtgröße 240 bzw. 320 x 120 cm). Nach Hinterleuchtung einer solchen Installation mit LED-Licht im Tageslichtspektrum ergibt sich ein fast naturgetreues Bild. Man hat den Eindruck, durch ein großes Fenster auf diesen Schönwetter-Himmel zu schauen.

Soweit eine Installation von bisher zwei solcher Decken in Räumen mit jeweils zwei Bewohnerinnen und Bewohnern eine endgültige Beurteilung zulässt, konnten bisher sehr positive Feststellungen gemacht werden. Das Pflegepersonal berichtet übereinstimmend, dass die betroffenen Bewohner seither deutlich ruhiger und zugänglicher geworden sind. Im Rückschluss lässt sich daraus folgern, dass der gewünschte Effekt erreicht wurde und es zu einer Verbesserung des Wohlbefindens gekommen ist.

Es ist die Installation von zumindest zwei weiteren Decken ebenso geplant wie die Langzeitbeobachtung.

Start des Angebotes: Dezember 2016

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Förderverein (Initiator und Träger) und Heim- und Pflegedienstleitung des Altenzentrums St. Josef Herxheim

Initiator / Kontakt

Förderverein „Altenzentrum St. Josef Herxheim“ e.V.
Dr. med. Uwe Müller
Am Woog 7
76863 Herxheim
Telefon 07276 5949
dr.uwemueller@t-online.de

Zielgruppe

Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Demenz, Schülerinnen und Schüler

Ziele

  • Generationenübergreifendes kreatives Arbeiten
  • Erstellen von „Fühlbildern“, die für Erinnerungsarbeit genutzt werden können

Angebotsbeschreibung

Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Schulen in Lahnstein und Kamp-Bornhofen erstellen gemeinsam mit einer Künstlerin und Seniorinnen und Senioren (vorwiegend aus Senioreneinrichtungen) an einem gemeinsamen Nachmittag „Fühlbilder“.

Die Bilder wurden im Rahmen der Demografiewoche (06.–13.11.2017) in Lahnstein ausgestellt und danach den Senioreneinrichtungen zur Nutzung („Erinnerungsarbeit“) zur Verfügung gestellt.

Start des Angebotes: September 2017

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Netzwerk Demenz Lahnstein-Braubach
  • Schulen
  • Senioreneinrichtungen
  • Interessierte Seniorinnen und Senioren
  • Generationen-Projekt des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn e.V.

Initiator / Kontakt

Netzwerk Demenz Lahnstein-Braubach
c/o Pflegestützpunkt Lahnstein-Braubach
Frau Peggy Reyhe, Frau Martina Best
Gutenbergstraße 8
56112 Lahnstein
Telefon 02621 940820 oder 02621 179450
Peggy.reyhe@pflegestuetzpunkte.rlp.de
demenz.rhein.lahn@gmail.de

Zielgruppe

Demenzbetroffene Bewohnerinnen und Bewohner des AWO Seniorenzentrums Laubach

Ziele

  • Entdecken verloren gedachter Fähigkeiten wie Malen, Schneiden, Freude an Farben und Materialien
  • Gefühl von Lebensqualität, Wichtigkeit und schönen Erinnerungen durch Erfolgserlebnisse bei der Herstellung schöner Dinge
  • Teilhabe von Menschen mit Demenz

Angebotsbeschreibung

Im Rahmen des Projektstudiums der Hochschule Koblenz initiierten Anna Spizlay und Natalie Engel das Projekt in Zusammenarbeit mit Eva Neef von der AWO Beratungsstelle Demenz Koblenz. Von April 2016 bis Mai 2017 wurden in einer festen Gruppe von demenzbetroffenen Seniorinnen viele Kunstobjekte mit verschiedenen Materialien hergestellt. Es wurde ein Ausflug mit Führung in das Ludwig Museum unternommen. Die Exponate aus der Projektphase wurden in einer Vernissage ausgestellt.

Start des Angebotes: April 2016

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Studentinnen der Hochschule Koblenz – Fachbereich Sozialwissenschaften
  • AWO Beratungsstelle Demenz Koblenz
  • AWO Seniorenzentrum Laubach Koblenz
  • Ludwig-Museum Koblenz
  • Firma Lubberich (Spende)

Initiator / Kontakt

AWO Beratungsstelle Demenz
Eva Neef
Laubach 20–22
56068 Koblenz
Telefon 0261 3007-208
eva.neef@awo-rheinland.de

Zielgruppe

Menschen mit Demenz, Angehörige, Betreuende

Ziele

  • Kulturelle Teilhabe und Biografiearbeit durch sinnlich erfahrbare Themenwelten 
  • Reaktivierung von Alltagserinnerungen 
  • Publikation der erinnerten Alltagsgeschichten zum Erhalt für nachfolgende Generationen

Angebotsbeschreibung

Der „Museumskoffer“ enthält Exponate zu einem ausgewählten Lebens- und Erlebensthema aus dem historischen Gedächtnis der Menschen (etwa: „Die Schulzeit“, „Beim Friseur“, „Der Waschtag“).

Mit den Exponaten werden die Sinne angesprochen. Sie werden mit Erzählungen aus früheren Zeiten verknüpft und dienen als Träger einer Erinnerung.

Der demenziell veränderte Mensch erinnert sich und drückt diese Erinnerung verbal oder in Form einer Handlung aus.

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Museum Nostalgikum Uersfeld
  • Netzwerk Demenz Vulkaneifel

Initiator / Kontakt

Gabriele Bußmann
Dederichswiese 3
56766 Horperath
Telefon 02692 9325290
gb@marketing-kommunikativ.de

Zielgruppe

Betreuungsgruppe des Demenzzentrums Region Trier

Ziele

Kunst und Kultur sind ein Schlüssel zur emotionalen Welt von Menschen mit Demenz. Die Museumsbesuche ermöglichen die Teilhabe an Kunst und Kultur. Die Exponate im Museum können „Erinnerungsinseln“ aufspüren und an Erfahrungen anknüpfen.

Angebotsbeschreibung

Das Bedürfnis nach Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe geht auch bei einer Demenz nicht verloren. Kunst und Kultur können ein Schlüssel zur emotionalen Welt von Menschen mit Demenz sein.

Da an Demenz Erkrankte auf eine besondere Art der Kommunikation angewiesen sind, müssen in Führungen die Ressourcen der Besucherinnen und Besucher berücksichtigt und ein lebendiges sinnliches Erleben angeboten werden. Dann können „Erinnerungsinseln“ aufgespürt werden, die an Erfahrungen und Gefühle anknüpfen. Dies kann den Fortschritt der Erkrankung nicht aufhalten, ihn aber verzögern und allgemein die Lebensqualität verbessern.

In einer Veranstaltung im Museum schaut man gemeinsam Kunstwerke, Objekte der Stadtgeschichte und Alltagsgegenstände aus früheren Zeiten an und erzählt sich gegenseitig. Die Lebenserfahrung der älteren Menschen steht im Vordergrund. Musikalische Akzente, gemeinsames Kaffeetrinken und kleine kreative Einheiten ergänzen das Programm.

Die Museumsführerin, die sich jedes Mal persönlich vorstellt, ist zum Thema geschult und kennt die Krankheit sowie positive Kommunikations- und Umgangsweisen. Eine Führung dauert nicht länger als 45 Minuten, wenige besonders anschauliche Objekte stehen im Vordergrund.

Anknüpfend an das sinnliche Erleben werden Erinnerungen aufgegriffen und angemessen gewürdigt. Die Führerin wendet sich vor allem an die Besucherinnen und Besucher mit Demenz, wobei die Begleitpersonen vermittelnd tätig sind. Sind die Begleitpersonen Angehörige der an Demenz erkrankten Menschen, so ergibt sich als positiver Nebeneffekt, dass diese etwas gemeinsam unternehmen und sich dadurch mehr Gemeinsamkeit und Lebensqualität entwickelt.

Start des Angebotes: 2015

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Stadtmuseum Simeonstift Trier
  • Demenzzentrum Region Trier

Initiator / Kontakt

Stadtmuseum Simeonstift Trier
Dorothée Henschel
Simeonstiftplatz 1
54290 Trier
Telefon 0651 7181452
dorothee.henschel@trier.de

Bildquellen: Projektinitiatoren