Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Demenz

Mehrgenerationen-Angebote in Kindergärten für Menschen mit Demenz

Projekttitel

Projekt Zeitlos

Zielgruppe

Kindergärten

Ziele

  • Generationsübergreifendes Miteinander (Gegenseitige Wahrnehmung, Akzeptanz)
  • Umgang und Kontakt mit älteren Menschen erlernen
  • Biografiearbeit
  • Vermittlung von Lebensqualität und Teilhabe

Projektbeschreibung

Einmal im Monat findet ein gemeinsamer Nachmittag statt. Es nehmen jeweils 4-6 Vorschulkinder sowie entsprechend viele Senioren und Seniorinnen der Tagesstätte teil. Die Termine werden inhaltlich gemeinsam vorbereitet, wie z.B. jahreszeitlich bezogene Themen, Spiele, kleinere Ausflüge etc. Innerhalb der Einheiten entstehen so interessante Gespräche, beispielsweise Vergleiche zwischen früher und heute. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sowie die Seniorinnen und Senioren mit Demenz lernen voneinander und entwickeln so ein gegenseitiges Verständnis. Menschen mit Demenz erleben sich hier als aktive Partner in einem wertschätzenden Miteinander, das sich an ihren Ressourcen orientiert.

Schwerpunkte

Bewegung: Spaziergänge, Bewegungslieder, Fingerspiele
Gemeinschaft: Innerhalb einer Einheit entstehen gemeinsame Gespräche, darüber hinaus werden die erarbeiteten Inhalte gemeinsam erlebt.
Musik: Gemeinsames Singen sowie Musizieren mit Veeh-Harfen oder Orff-Instrumenten
Natur: Bastelarbeiten, Spaziergänge, Gespräche

Start

seit 12 Jahren

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Geriatrische Tagesstätte der Rheinhessenfachklinik Alzey
  • Kindertagesstätte Kettenheimer Grund Wahlheim
  • Ambulante Wohngemeinschaft „An der Gänsewiese“ Alzey
  • Kindertagesstätte „Schatzkiste“, Betriebskindertagesstätte der Rheinhessenfachklinik
  • Berufsbilde Schule Soziales Alzey, Fachbereich Hauswirtschaft & Soziales

Initiator und Kontakt

Rheinhessen-Fachklinik Alzey
Bettina Koch
Telefon  06731 501-468
E-Mail b.koch@rfk.landeskrankenhaus.de

Projekttitel

Intergenerative Pädagogik: Generationenbrücke – Mehrgenerationen-Begegnung– Jung und Alt gemeinsam aktiv

Zielgruppe

Kindergärten

Ziele

  • Bewusstsein schaffen
  • Sensibilisierung
  • Diez als demenzfreundliche Kommune

Projektbeschreibung

Durch die Kooperationen werden Beziehungen im Gemeinwesen gepflegt. Zudem gelingt es spielerisch, die intergenerative Pädagogik zu fördern. Das Seniorenzentrum und die beteiligten Schulen schaffen Generationenbrücken, d.h. Mehrgenerationen-Begegnungen, bei denen Jung und Alt gemeinsam aktiv sind. Die Kinder erfahren unbeschwerte Begegnungen mit Senioren und bauen dadurch Berührungsängste ab. Wir vermitteln einen sorglosen Umgang mit dem Alter und Demenz. Dies ist ein optimaler Ansatz, um Stereotype bereits im Kindesalter abzubauen.

Download der ausführlichen Projektbeschreibung

Schwerpunkte

  • Bewegung: Waldorfschüler präsentieren im Sommer Flatterbänder, Gummitwist, Seifenblasen,...
  • Gemeinschaft: Waffeln backen, Spiele spielen
  • Kultur: vorlesen
  • Musik: musizieren, singen
  • Natur: Spaziergänge unternehmen
  • Weitere Inhalte: schmücken des Weihnachtsbaums

Start

November 2016

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Kindergarten „Auf der hohen Straße“

Initiator und Kontakt

AWO Seniorenzentrum am Hain in Diez
Nicole Schmidt, Sozialdienstleitung und  Katharina Neumann, Freiwilligenkoordinatorin
Christiansweg 1-3, 65582 Diez
Telefon  06432 932263
E-Mail katharina.neumann@awo-rheinland.de

Projekttitel

„Was ist denn mit Oma los?“ Schulung von Kita-Kindern zum Umgang mit Alter und Demenz

Zielgruppe

Kindergärten

Ziele

  • Prävention
  • Aufklärung
  • Vermittlung von Reflektions- und Kooperationsfähigkeit sowie Empathie - „Ausbildung kleiner Multiplikatoren und Multiplikatorinnen“

Projektbeschreibung

Bei dem Projekt sollen Kinder im Alter von 5-7 Jahren für die Themenfelder Alter und Demenz sensibilisiert werden. Wenn die Oma, der Opa oder einfach Menschen in der näheren Umgebung sich verändern und die Diagnose Demenz im Raum steht, kann und soll dieses kindgerechte Schulungsmodul helfen, mit der ungewohnten Situation umzugehen. Durch verschiedene Materialien (unscharfe Brille, dicke Handschuhe, Ohrstöpsel, Minibüchlein, etc.) wird die Selbsterfahrung durch Ausprobieren und Mitmachen geschult. Die Sensibilität des Kindes wird gefördert und auf kindgerechte Art und Weise wird ein Zugang ermöglicht, über das Älterwerden und über alte Menschen mit und ohne Demenz nachzudenken. Die Kinder werden dabei unterstützt, eigene Ängste und Vorurteile abzubauen. Zudem wird die Handlungskompetenz der Kinder, hinsichtlich Kommunikation und Umgang mit Alter und demenziell Erkrankten geschult. Eine Schulungseinheit dauert ca. 60 bis 90 Minuten. Benötigt werden ein freier Raum, Papier und Buntstifte. Die Schulungseinheit wird kostenlos durch die Beratungs- und Koordinierungsstelle Demenz in Kaiserslautern durchgeführt.

Schwerpunkte

  • Bewegung: Nachspielen von Alltagssituationen unter erschwerten Bedingungen (beklebte Brille, präparierte Handschuhe, etc.)
  • Gemeinschaft: Gemeinschaftlicher Diskussions- und Erfahrungsaustausch
  • Kultur: Viel Bildmaterial sowie selbständiges Gestalten;  durch die Sprache der Bilder für alle Kulturkreise erlebbar
  • Weitere Inhalte: Kombination aus Bildern, Text, Wissen, Erfahrungsaustausch, Spiel, Reflektion, etc.

Start

September 2017

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Pflegestützpunkt Kaiserslautern

Initiator und Kontakt

Beratungs- und Koordinierungsstelle Demenz,
Nicole Jörg, Bildungswissenschaftlerin (BA)
Augustastraße 16-24, 67655 Kaiserslautern
Telefon  0631-80093116
E-Mail beko@kv-kls.drk.de

Projekttitel

St. Martin - gemeinsame Feier der Kindertagesstätte und Tagespflege

Zielgruppe

Kindergärten

Ziele

  • Kinder: Erlernen von traditionellem Liedgut und Geschichten, rund um St.Martin.
  • Gäste der Tagespflege: Vorhandene Ressourcen in kognitiven und sozialen Bereichen erhalten sowie wieder in Erinnerung bringen.

     

Projektbeschreibung

Ca. 10 Kinder der Kindertagesstätte Castellino und die Besucherinnen und Besucher der Tagespflege MSFD e.V. feiern seit 2014 zusammen St. Martin, jährlich abwechselnd in den Räumlichkeiten der Kindertagesstätte oder der Tagespflege. Sie singen gemeinsam Lieder und hören Geschichten.

Start

2014

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Pflegestützpunkt Kastellaun für das Netzwerk Demenz Kastellaun
  • Mobiler Sozialer Familiendienst e.V. – Tagespflege
  • Integrative Kindertagesstätte Castellino, Lebenshilfe Rhein-Hunsrück e.V.

Initiator und Kontakt

Pflegestützpunkt Kastellaun
Annette Schwartz
Eifelstraße 7, 56288 Kastellaun
Telefon  06762  4029-24
E-Mail annette.schwartz@pflegestuetzpunkte.rlp.de

Mobiler Sozialer Familiendienst e.V.
Martina Baritz
Tagespflege Spesenrother Weg 7, 56288 Kastellaun
Telefon 06762  4014433

Integrative Kindertagesstätte Castellino
Brigitte Ulrich-Backs
Theodor-Heuss-Straße 10, 56288 Kastellaun
Telefon   06762  8210

Projekttitel

„Wenn Gedanken wie Seifenblasen zerplatzen - Kindern Demenz erklären“

Zielgruppe

Kindergärten

Ziele

  • Begegnungen schaffen - „Momente tiefer Verbindung“
  • Teilhabe für die Erkrankten
  • Identitätsstiftende und – erhaltende Maßnahmen für die Senioren
  • Schulung der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Erkrankten im näheren Umfeld
  • Entwicklung und Ausbau von sozialen Kompetenzen - Pflegende von morgen
  • Thema Demenz „niedrigschwellig“ in die Öffentlichkeit tragen
  • Kinder und Jugendliche als Vorbilder

Projektbeschreibung

Vorschulkinder werden auf altersgerechte und spielerische Art zu den Themen „Alter und Demenz“ geschult. Im Anschluss erfolgen regelmäßig Begegnungseinheiten der jungen Generation mit Demenzerkrankten sowie Seniorinnen und Senioren.
Der Einstieg erfolgt durch den Einsatz von Alterssimulationsanzügen. Die Kinder erfahren am eigenen Leib wie es ist, wenn die Sinne eingeschränkt sind und können ein Stück nachempfinden, wie es Menschen geht, die nicht mehr gut hören oder sehen können und in ihrer Motorik eingeschränkt sind. Im Anschluss wird das Thema Demenz näher beleuchtet. Auf spielerische Art und Weise lernen die Kinder etwas über die gesunden Funktionen von Gehirn und Nervenzellen und erfahren was es bedeutet, wenn das „Netz im Kopf“ nicht mehr funktioniert, Neuronen die Informationen nicht mehr weiterleiten können, und Gedanken wie Seifenblasen zerplatzen. Zum Einsatz kommen weitere Medien wie altersgerechte Literatur, Musik, Handpuppen und Filmmaterial. Die Ideenfindung für die inhaltliche Durchführung der Begegnungseinheiten erfolgt gemeinsam mit den Kindern. Wichtig hierbei ist es, Aktivitäten auszuwählen, die eine 1:1 bzw. 1:2 Begegnung ermöglichen. Gesamtgesellschaftlich fungieren die Kinder als Vorbilder und dienen als Transporteure einer wertschätzenden Haltung Demenzerkrankten gegenüber in den Alltag der Familien und in die Öffentlichkeit. Fortlaufend werden 10-teilige Schulungen und regelmäßige Begegnungseinheiten durchgeführt mit 8-12 Vorschulkindern und 8-20 Seniorinnen und Senioren.

Schwerpunkte

  • Bewegung: Ballspiele, Tanz, Sitztanz, Kegeln, Schwungtuch
  • Gemeinschaft: Erzählen, kreative Einheiten, Gesellschaftsspiele, Singen
  • Kultur: Bräuche, Sitten und Gewohnheiten früher und heute, altes Liedgut
  • Musik: Singen, Orff-Instrumente, Tanz
  • Natur: Spaziergang, Kreatives Arbeiten mit Naturmaterialien
  • Weitere Inhalte: Einsatz von Therapiehund, Clown, Zauberer u.a.

Start

2012

Beteiligte und Kooperationspartner

  • Demenzzentrum
  • Kindertagesstätten
  • Senioreneinrichtungen

Initiator und Kontakt

Demenzzentrum Trier e.V.
Jeanette Kohl, Schwerpunkt-Beko
Engelstr. 31, 54292 Trier
Telefon  0651  4604747
E-Mail info@demenzzentrum-trier.de