Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Gesundheit im Alter

Unterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie

Für ältere Menschen mit und ohne Pflegebedarf

Die aktuelle Corona-Pandemie stellt alle Bereiche in unserer Gesellschaft vor große Herausforderungen. Ein normaler und geregelter Ablauf ist vielfach nur eingeschränkt möglich. In diesen Tagen benötigen jedoch gerade Menschen, die ihre Häuslichkeit aufgrund einer Einschränkung nicht verlassen können, vermehrt Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die aufgebauten landesrechtlich anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI sowie die öffentlich geförderten Initiativen des Ehrenamts in der Pflege (§ 45c SGB XI) waren und sind hier ideale Anlaufstellen.

Jedoch können sie nicht immer und überall im gleichen Umfang aufrechterhalten werden. Sei es aufgrund der Angebotsstruktur (z.B. Gruppenangebote), der Altersstruktur der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer oder weil die Trägerorganisation teilweise oder ganz geschlossen ist. Die Versorgung von Menschen und insbesondere solchen mit Pflegebedarf in der eigenen Häuslichkeit muss jedoch gesichert werden. Geschehen kann dies unter anderem mit Hilfsangeboten wie Besorgungen, Einkäufen und Botengängen. Allen Angeboten zur Unterstützung im Alltag ist es deshalb vorläufig bis Ende Mai 2020 erlaubt, Leistungen zur Beschaffung von Lebensmitteln und notwendigen Artikeln des täglichen Lebens zu erbringen. Pflegebedürftige Menschen können für die Inanspruchnahme der Angebote u.a. den Entlastungsbetrag einsetzen.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in diesen Tagen freiwillig und sorgen so, neben den bestehenden Angeboten, für Unterstützung. Nachfolgend haben wir auf unserer Seite allgemeine Tipps und Hinweise zusammengestellt, wo Sie niedrigschwellig Unterstützung sowie weitere Informationen zum bürgerschaftlichen Engagement erhalten können. Diese Informationen können auch für Menschen ohne Pflegegrad von Interesse sein.

Bitte machen Sie von unserem Angebot Gebrauch und melden Sie sich, wenn Sie andere oder weitere Informationen wünschen und wenn Sie zu einer Aktualisierung unserer Homepage beitragen können.

Ihr Team von der Servicestelle

Wenn Sie auf der Suche nach einem Angebot sind, nutzen Sie am besten das Internetangebot mit dem jeweiligen Suchportal ihrer Pflegekasse. Bitte beachten Sie, dass einige der aufgelisteten Angebote derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung stehen!

Das Sozialportal ist die offizielle Seite des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz. Hier finden Sie Angebote und Informationen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen zu den Themen Pflege, Wohnen und Betreuung in ganz Rheinland-Pfalz.

Die Pflegestützpunkte in Ihrer Region stehen Ihnen für Fragen rund um die Pflege und damit auch für Unterstützungsangebote zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass zum Schutz vor Coronaviren Pflegeberatung in den Pflegestützpunkten ab sofort nur noch telefonisch möglich ist. Die Pflegestützpunkte vor Ort sind derzeit geschlossen.

Hierbei handelt es sich um Einzelpersonen, kleine Gruppen oder Vereine. Sie machen es sich zur Aufgabe, Menschen in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen. Das Angebot ist so individuell wie vielfältig.

  • Verfolgen Sie die Presse (Tageszeitungen, Gemeindeblatt etc.). Derzeit bilden sich immer mehr ehrenamtliche Gruppen. Diese übernehmen beispielsweise Einkäufe, Botengänge und Erledigungen für Sie.
  • Fragen Sie bei den Ihnen bekannten Bürgervereinen, Initiativen, Kirchengemeinden, Nachbarschaftshilfen und Wohlfahrtsverbänden nach, welche Unterstützung diese leisten.
  • Bleiben Sie mit Ihren Angehörigen, Freunden, Bekannten und der Nachbarschaft telefonisch in Kontakt. Informieren und unterstützen Sie sich gegenseitig.
  • Die Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung des Landes Rheinland-Pfalz informiert über Nachbarschaftshilfen und Bürgerengagement in der Corona-Pandemie Stichwort: „Eine Vielzahl lokaler Initiativen…“
  • Gleichfalls auf der Seite der Leitstelle befindet sich die Datenbank „wir tun 'was“. Dabei handelt es sich um eine allgemeine Übersicht über Vereine, Initiativen und Organisationen in Rheinland-Pfalz.
  • Die Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“ hat einen sogenannten Projektefinder, um Ehrenamtsinitiativen zu finden.
  • Informationen zu den Anlaufstellen in den Kommunen finden Sie auf der Internetseite des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie unter zusammenland.rlp.de
  • Das Netzwerk nebenan.de ist eine Internet-Plattform der Good Hood GmbH, Berlin, die bundesweit Dienstleistungen zum Aufbau und zur Förderung von Nachbarschaften anbietet. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen können aktuell auf der Plattform selbst um Hilfe bitten.

Grundlage für eine Anerkennung als Unterstützungsangebot sowie zur Förderung der Angebote und Initiativen des Ehrenamtes, sind die

Landesverordnung über die Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, über die Förderung von Modellvorhaben und Initiativen des Ehrenamtes sowie über die Förderung der Selbsthilfe nach den §§ 45a, 45c und 45d des Elften Buches Sozialgesetzbuch

sowie die

„Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, von Initiativen des Ehrenamts und der Förderung der Selbsthilfe für pflegebedürftige Menschen im Sinne des Elften Buches Sozialgesetzbuch in der häuslichen Pflege.

Zuständige Behörde für die Umsetzung der o.g. Regelungen ist die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier. Auf der Homepage der ADD stehen alle notwendigen Vordrucke zur Anerkennung und Förderung sowie die entsprechenden Verwendungsnachweise zum Download bereit. Ebenso finden Sie dort die Kontaktdaten des zuständigen Mitarbeiters.

Angebote zur Unterstützung im Alltag und Initiativen des Ehrenamts in der Pflege

Anträge auf Förderung für das laufende Kalenderjahr müssen bis spätestens 30. April eines jeden Jahres bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier eingegangen sein.

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Der Tätigkeitsbericht über das zurückliegende Kalenderjahr ist der zuständigen Behörde bis spätestens 30. April eines jeden Jahres vorzulegen.

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie hat zur Verminderung der Infektionsrisiken mit COVID-19 ein Schreiben an alle Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag veröffentlicht.  Dieses enthält Empfehlungen und Lockerungen für eine Leistungserbringung der nach Landesrecht anerkannten Angebote.