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Programm „Schatzsuche“ zur Förderung des seelischen Wohlbefindens von Kindern verlängert

Das von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) entwickelte Programm wird in Rheinland-Pfalz von der LZG seit 2017 mit finanzieller Unterstützung der Techniker Krankenkasse umgesetzt. Es beinhaltet zertifizierte Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte, Inhouse-Schulungen in Kindertagesstätten sowie ein Medienpaket. Pro Jahr gibt es zwei Weiterbildungsreihen.

„Das Programm ist ein Erfolgsmodell und wird aktuell in acht Bundesländern von der TK gefördert“, berichtet Jörn Simon, Landesleiter Rheinland-Pfalz der Techniker Krankenkasse. „Wir freuen uns, dass die langjährige Kooperation mit der LZG in Rheinland-Pfalz um weitere drei Jahre verlängert wird. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie bei unseren Kindern schon im jungen Alter Resilienz gestärkt werden kann.“

Fähigkeiten unterstützen - Wertschätzung vermitteln

Sich trotz Risiken und schwieriger Lebensumstände positiv und gesund zu entwickeln – das ist das Wesen von Resilienz im Kindesalter. Resiliente Kinder kennen ihre Kompetenzen, können Gefühle einordnen, Strategien zur Problemlösung entwickeln und sich gegebenenfalls Hilfe organisieren. Das macht sie widerstandsfähig gegenüber psychischen Stresssituationen. Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld, vor allem aus der Familie, aber auch aus der Kita, können die kindliche Resilienz fördern. Feste emotionale Bindungen, Wertschätzung und Vertrauen sind dabei wichtige Faktoren.

Bei der „Schatzsuche“ begeben sich die Fachkräfte gemeinsam mit den Eltern auf eine Reise, auf der resilienzfördernde Erziehungskompetenzen gestärkt und die Freude an der Erziehung geweckt wird. Ziel ist es, die „Schätze“ der Kinder zu heben – sprich: ihre Ressourcen, Fähigkeiten und Talente zu erkennen und zu unterstützen.

Grosses Interesse der Kitas

In den letzten fünf Jahren haben über 180 Erzieherinnen und Erzieher aus 90 rheinland-pfälzischen Kitas an der sechstägigen Weiterbildung teilgenommen und das Eltern-Programm nachhaltig in ihrem Qualitätskonzept verankert. Im Rahmen der Inhouse-Schulungen, die im Anschluss an die Weiterbildung in jeder teilnehmenden Einrichtung stattfinden, wurden über 1.000 pädagogische Fachkräfte für die Resilienz und psychische Gesundheit von Kindern sensibilisiert.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Interesse von Kindertagesstätten an der Fortbildung deutlich zugenommen – möglicherweise aus der Erfahrung heraus, dass die Corona-Pandemie für Familien mit kleineren Kindern psychisch besonders belastend ist. Für Kita-Kinder waren die zeitweisen Kontaktbeschränkungen und das Fehlen des gemeinsamen Spielens und Lernens mit Gleichaltrigen schwierig. Nach wie vor verlangt der Wechsel von An- und Abwesenheit durch Quarantänemaßnahmen ständige Anpassungsleistungen.

„Das Programm Schatzsuche fügt sich hervorragend in unsere Arbeit im Rahmen des Gesundheitsziels ‚Gesund aufwachsen‘ ein“, betont Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG. „Von den pädagogischen Fachkräften bekommen wir das Feedback, dass es sich um ein praxisnahes und gut umsetzbares Programm handelt. Die Rückmeldungen der Eltern zeigen, wie sehr sie von den gemeinsamen Treffen und den kreativen Materialien und Methoden profitieren.“ Deshalb freue er sich, dass das Projekt mit Hilfe der TK auch in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden kann.

Unterstützung beim Übergang in die Grundschule

Seit 2021 bietet die LZG ergänzend das Eltern-Programm „Schatzsuche – Schule in Sicht“ an, ebenso mit finanzieller Unterstützung der Techniker Krankenkasse. Es richtet sich an Eltern, deren Kinder vor dem Eintritt in die Grundschule stehen, und soll Familien in dieser bedeutsamen Übergangsphase unterstützen.

V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

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