Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Presse

Darmkrebsvorsorge kann Leben retten: Ausstellung im DRK Klinikum Kirchen (Sieg)

Bilanz nach zwei Jahren Wanderausstellung „Vermeiden statt leiden“

Seit rund einem halben Jahr werden Frauen und Männer ab 50 Jahren von ihren Krankenversicherungen per Post zur Darmkrebsvorsorge eingeladen. Weil Männer ein höheres Darmkrebsrisiko haben, können sie jetzt schon in diesem Alter – und damit fünf Jahre früher als bisher – auf Kosten der Krankenkassen eine Darmspiegelung durchführen lassen. Mit diesen neuen Maßnahmen soll die Darmkrebsvorsorge verbessert und die Früherkennungsrate gesteigert werden. Eine Ausstellung, die die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) seit zweieinhalb Jahren durch das Land schickt, informiert unter dem Titel „Vermeiden statt Leiden“ über Darmkrebsvorsorge und auch über die neuen Regelungen. Ab dem 10. Januar 2020 macht sie für zwei Wochen im DRK Krankenhaus Kirchen (Sieg) Station.

„Viele Menschen wissen nicht, dass gegen die Entstehung von Darmkrebs eine echte Vorsorge möglich ist, es also entscheidende präventive Maßnahmen gibt. Man kann die wichtige Rolle der Darmkrebsvorsorge nicht oft genug betonen, denn sie kann Leben retten. Aufklärung und Information zu diesen Vorsorgemaßnahmen sind das A und O. Deshalb begrüße ich das Einladungswesen der Krankenversicherungen zu den Vorsorgeuntersuchungen und freue mich, dass auch die Wanderausstellung, Vermeiden statt leiden' auf großes Interesse stößt. Damit erreichen wir viele Menschen in Rheinland-Pfalz mit der Aufklärung über Darmkrebs und die Vorsorge- und Früherkennungsmöglichkeiten“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, als die Ausstellungs-Initiatoren im DRK Klinikum Kirchen (Sieg) eine Bilanz der bisherigen Aktivitäten zogen.

Die Ausstellung vermittelt u.a. durch ein interaktives Infoterminal Wissen zur Entstehung von Darmkrebs, zu den Untersuchungsmethoden Stuhltest und Darmspiegelung sowie zu Lebensstilfaktoren, die das Darmkrebsrisiko senken können. Die LZG hat sie gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke, der Techniker Krankenkasse in Rheinland-Pfalz und anderen Partnern, wie zum Beispiel der Landesärztekammer, ins Leben gerufen. Schirmherrin der Kampagne ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Von A bis Z: Von Altenkirchen bis Zweibrücken

Seit ihrem Start im Jahr 2017 war die Ausstellung der LZG an 37 Stationen meist mehrwöchig zu sehen – oft an Orten mit hohem Publikumsverkehr. Ihr Ziel ist, einebreite Bevölkerungsschicht zu erreichen, insbesondere in öffentlichen und kulturellen Einrichtungen, in Unternehmen sowie auf Gesundheitstagen.Das Interesse der Veranstalter ist groß und reicht von Altenkirchen bis Zweibrücken. Bedeutende Orte der Prävention sind Betriebe, da hier viele Menschen unmittelbar in ihrer Lebenswelt erreicht werden können. „Auch im DRK Krankenhaus Kirchen sind viele Interessierte unter den Besuchern, Patienten und Beschäftigten zu erwarten. Wer sich persönlich oder beruflich mit dem Thema Gesundheit befasst, wird Vorsorgethemen gegenüber offen sein“, ist sich Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach sicher, der die Ausstellung gemeinsam mit der Ministerin in den Wahlkreis geholt hat.

Prof. Dr. Jürgen F. Riemann hat sich als Vorsitzender der Stiftung LebensBlicke schon lange für das neue Einladungsverfahren stark gemacht. „Wir zählen in Deutschland 62.000 Neuerkrankte im Jahr und rund 26.000 Menschen, die an den Folgen des Darmkrebses jährlich sterben. Darmkrebs ist immer noch eine der häufigsten Krebserkrankungen und die zweithäufigste Krebs-Todesursache“, erklärte Riemann. „Mit der schriftlichen Einladung zur Darmkrebsvorsorge und vor allem mit der Möglichkeit, Männern schon mit 50 Jahren eine Darmspiegelung anbieten zu können, machen wir in der Vorsorge einen Schritt nach vorne. Aufklärung und Motivation zur Teilnahme bleiben aber weiterhin große Aufgaben.“

Lebensstil hilft vorbeugen

Dass eine Darmspiegelung inzwischen eine schonende und patientenfreundliche Untersuchungsmethode ist, vor der man keine Angst haben muss, betonte Sanitätsrat Dr. Michael Fink, Vizepräsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. „Aber lange bevor die erste Darmkrebsvorsorge ansteht, kann man durch einen gesunden Lebensstil das eigene Darmkrebsrisiko senken. Nichtrauchen, geringer Alkoholkonsum, gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und Vermeiden von Übergewicht sind die fünf Lebensweisen, die einer Darmkrebsentstehung vorbeugen. Je mehr man davon berücksichtigt, umso besser. Besprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, wie Sie diese Lebensweisen am besten erreichen können“, rät Dr. Fink.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen

Auf die erste Einladung, die die gesetzlichen Krankenkassen an Fünfzigjährige versenden, erfolgen weitere Einladungen mit Erreichen des 55., 60. und 65. Lebensjahres. Frauen und Männer können ab 50 Jahren jährlich einen Stuhltest auf okkultes Blut in Anspruch nehmen, ab 55 dann alle zwei Jahre. Während Männer ab 50 Anspruch auf bis zu zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren haben, bleibt es für Frauen bei der Altersgrenze von 55 Jahren.

„Um die Erkrankungsrate zu senken, gehört neben den neuen Maßnahmen auch die Fortführung bewährter Aufklärungsinstrumente, wie etwa diese Ausstellung.Denn der Schlüssel zu Gesundheit ist Wissen“, sagte Jörn Simon, Leiter der Landesvertretung Rheinland-Pfalz der Techniker Krankenkasse.„Der Darmkrebsinfo-Point, ein zentraler Baustein der Ausstellung, den wir maßgeblich finanziert haben, gibt interaktiv Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Darmkrebs und ist ein Beitrag zum informierten Patienten“, so Simon.


Unterstützer der Darmkrebspräventions-Kampagne: Stiftung LebensBlicke, Techniker Krankenkasse in Rheinland-Pfalz, Hausärzteverband Rheinland-Pfalz e.V., Ärztinnen und Ärzten des öffentlichen Gesundheitsdienstes Rheinland-Pfalz, Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Landesregierung. Medienpartner ist der deutschtürkische Radiosender Metropol FM.

Ausleihe: Die Wanderausstellung „Vermeiden statt leiden“ kann unentgeltlich bei der LZG ausgeliehen werden.


V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

 

Fotos @LZG/Markus Döring

Am Info-Terminal:

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Darmkrebs-Infoterminal mit (v.l.n.r.) Prof. Dr. J.F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und Michael Wäschenbach, Mitglied des Landtags

Gruppenfoto 1:

  • Michael Wäschenbach, Mitglied des Landtags
  • Christoph Faßbender, Prokurist, Geschäftsführung DRK Trägergesellschaft Süd-West mbH, Mainz
  • Nicki Billig, Kaufmännischer Direktor, DRK Krankenhaus Kirchen
  • Jörn Simon, Leider der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz
  • Sanitätsrat Dr. Michael Fink, Vizepräsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz
  • Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz
  • Dr. J.F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, Ludwigshafen
  • Mehmet Ali Göksu, Gastroenterologe
  • Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)

Gruppenfoto 2:

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), mit Schülerinnen und Schülern der Schule für Pflegeberufe am DRK Krankenhaus Kirchen

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