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Suchtprävention

Prävention der Glücksspielsucht

Spielen, das heißt experimentieren, erkunden, riskieren, sich an Regeln halten und auf das Glück hoffen. Das sind wichtige Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche frühzeitig für eine gesunde Entwicklung sammeln. Wir spielen ohne bestimmten Zweck, zur Entspannung, aus Freude und weil es gesellig ist. Wenn wir spielen, tauchen wir ein in eine spannende Welt.

Wenn das Spiel den Alltag beherrscht

Um die positiven Effekte des Spiels genießen zu können, soll es eine Ergänzung bzw. Bereicherung unseres Alltags bleiben. Wer das Spiel ins Zentrum seines Lebens stellt, verliert den Spaß daran und vor allen Dingen die Kontrolle. Wenn das Glücksspiel – ob am Automaten oder am Spieltisch – im Leben eines Menschen den Mittelpunkt einnimmt, spricht man von einem problematischen Spielverhalten oder sogar von einer Glücksspielsucht. Das Spiel wird zum Selbstzweck und beherrscht den Alltag des Spielenden. Darüber hinaus sind die Angehörigen mit diesem Thema konfrontiert. Spielsucht ist – wie andere Süchte auch – ein Familienthema.

An wen richtet sich das Präventionsangebot?

Zielgruppen sind

  • Fachkräfte der Regionalen Fachstellen Glücksspielsucht in Rheinland-Pfalz,
  • Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter und Führungskräfte der Anbieter von Glücksspielen,
  • Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe sowie
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der außerschulischen und der schulischen Suchtprävention.

Die wichtigsten Präventionsangebote

Regionale Fachstellen Glücksspielsucht

Die Landesfachstelle „Prävention der Glücksspielsucht“ RLP koordiniert in den verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie 16 Regionale Fachstellen Glücksspielsucht.

Die fachliche Begleitung der Regionalen Fachstellen erfolgt im Rahmen der Prävention durch die Landesfachstelle, während die fachliche Begleitung im Rahmen der Beratung durch die Ambulanz für Spielsucht der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt wird.

Die Regionalen Fachstellen Glücksspielsucht

  • beraten spielsüchtige Personen sowie deren Angehörige,
  • stellen Verbindungen zum Suchtkrankenhilfesystem her, beispielsweise durch die Vermittlung in stationäre Therapie,
  • sind in den jeweiligen Regionen im Rahmen der Suchtprävention tätig, zum Beispiel mit Informationsveranstaltungen,
  • führen Maßnahmen der Schuldnerberatung durch: Finanz- und Haushaltsplanung, das Sichten von Unterlagen zur Bestandaufnahme der Schulden sowie Insolvenzanträge.

Eine Adressliste der Regionalen Fachstellen in Rheinland-Pfalz können Sie hier herunterladen:

Adressen Regionale Fachstellen

Selbsthilfe

Die Selbsthilfe im Bereich Glücksspielsucht leistet einen wichtigen Beitrag im Rahmen des Suchtkrankenhilfesystems. Viele Regionale Fachstellen machen Gruppenangebote und leiten Selbsthilfegruppen an.

  • Gruppenangebote gibt es in Bitburg, Germersheim, Mainz, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Trier und Worms. (Stand: Juni 2016)
  • Selbsthilfegruppen bestehen in Betzdorf, Trier und Westerburg (jeweils angeleitet).
  • Mit Fragen zu den Angeboten wenden Sie sich am besten direkt an die jeweiligen Regionalen Fachstellen. Die Kontakte finden Sie in der Adressliste der Regionalen Fachstellen.
  • Des Weiteren bestehen in Rheinland-Pfalz Selbsthilfegruppen der Anonymen Spieler. Weitere Informationen sowie eine aktuelle Adressliste finden Sie auf anonyme-spieler.org.
  • Rund um das Thema Selbsthilfe stehen Ihnen auf selbsthilfe-rlp.de Informationen zur Verfügung, u.a. die Adressen der einzelnen Selbsthilfeunterstützungsstellen.
  • Über die Sucht-Infoline 0800/5511600 können Sie die Selbsthilfekontaktstellen abrufen.
Geldspielgeräte in Rheinland-Pfalz

Über den Link „Statistik abrufen“ gelangen Sie zu unserer Datenbank, in der Sie mit der Eingabe des Namens einer Kommune deren Angebotsstruktur erfragen können.

Erfasst sind 47 Kommunen in Rheinland-Pfalz, die über 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben.

Die Daten wurden vom Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. zur Verfügung gestellt.

Statistik abrufen

Selbsttest

Damit Sie besser einschätzen können, ob eine Person risikoreich oder pathologisch spielt, bietet der Selbsttest eine erste Orientierung.

Den Selbsttest können Sie hier herunterladen:

Selbsttest Glücksspiel 

Antrag auf Spielersperre

In Rheinland-Pfalz können sich gefährdete Personen für alle Spielhallen und bundesweit für alle Spielbanken sowie risikoreiche Glücksspiele von Lotto sperren lassen. Das Formular bietet Unterstützung im Rahmen der beratenden Begleitung in den Regionalen Fachstellen Glücksspielsucht.

Das Formular „Spielersperre“ können Sie hier herunterladen:

Antrag Spielersperre

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