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MaiStep – Schwerpunkt Essstörungen: Schulungen für Beratungslehrkräfte der Suchtprävention

Die LZG informiert, dass Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz im Rahmen der Grundausbildung für Beratungslehrkräfte der Suchtprävention die Möglichkeit haben, das Präventionsprojekt MaiStep (Mainzer Schultraining zur Essstörungsprävention) kennenzulernen. Eine eintägige Fortbildung befähigt dazu, MaiStep in das eigene schulische Präventionskonzept einzubinden und so aktiv einen Beitrag gegen die Entwicklung von Essstörungen bei Schülerinnen und Schülern zu leisten.

Innerhalb der „Grundausbildung für Beratungslehrkräfte der Suchtprävention in Rheinland-Pfalz“, die von der LZG in Kooperation mit dem Bildungsministerium entwickelt wurde, ist die Fortbildung MaiStep im Modul B anerkannt.

Essstörungen nehmen zu

Essstörungen (z.B. Anorexia und Bulimia nervosa) haben unter den kinder- und jugendpsychiatrischen Störungen eine besondere Stellung. Ihre Behandlung ist schwierig,  gleichzeitig können die körperlichen Begleiterscheinungen gravierend sein und führen bei 16 Prozent der Betroffenen sogar zum Tod. Als wesentlicher Prädikator für die Entwicklung essgestörter Verhaltensweisen (z.B. restriktives Essverhalten, Erbrechen) gelten die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und die Idealisierung des Schlankseins. Mit der zunehmenden Bedeutung des Schlankseins als festem Bestandteil des gesellschaftlichen Schönheitsideals hat sich auch die Körperunzufriedenheit junger  Mädchen in der Pubertät erhöht. Entsprechend zeichnet sich in den vergangenen Jahrzehnten bis heute ab, dass Essstörungen deutlich zunehmen und die Krankheit immer früher einsetzt.

Das Primärpräventionsprogramm MaiStep richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen, ist auf fünf  Doppelstunden konzipiert und wird im Klassenverband durchgeführt. MaiStep kann vor der Entwicklung von Essstörungen schützen, die Wirksamkeit des Programms ist wissenschaftlich evaluiert.

Aufbau der Fortbildung

Im ersten Teil der Schulung werden grundlegende Fakten über die verschiedenen Krankheitsbilder im Essstörungsspektrum sowie deren Entstehung, Entwicklung und Verlauf vorgestellt. Weiterhin werden nützliche Strategien im Umgang mit betroffenen Schülerinnen und Schülern diskutiert.

Die Umsetzung des Trainings erfolgt im zweiten Teil der Schulung.  Die Teilnehmenden  werden mit dem Ablauf, den Inhalten und den Materialien von MaiStep vertraut gemacht. Dabei wird das Prinzip des erlebnisorientierten Life-Skill-Ansatzes auch in der Schulung umgesetzt, so dass die Lehrkräfte hier bereits konkrete Erfahrungen mit der Durchführung des Programms sammeln können. Am Ende der Fortbildung kann das auf 5 x 2 Unterrichtseinheiten aufgebaute Programm MaiStep selbständig durchgeführt werden.

Die kostenfreie Fortbildung MaiStep wird von der Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit Kooperationspartnern angeboten.

Ansprechpartnerin ist Nora Taubert, Telefon 06131 173283

Ansprechpartnerin in der LZG: Sandra Helms, Telefon  06131 2069-40

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