Hitzeschutz ganz praktisch
Informationen, die ankommen und im Alltag helfen
Unter dem Titel „Klug handeln. Kühl bleiben. Gute Tipps für heiße Tage“ hat die LZG auch in diesem Jahr mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Informationsmaterialien zum Hitzeschutz produziert und landesweit verteilt. Die Nachfrage war groß: Mehr als 250 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren haben Materialien bestellt, um sie für ihre Aufklärungsarbeit zu nutzen. Die Auflage von jeweils 18.000 Flyern und Hitzeschutzfächern sowie 1.500 Plakaten ist bereits nahezu vergriffen. Rund 3000 Öffner für Wasserflaschen erinnern daran erinnern, genug zu trinken und werden vor allem an ältere Menschen verteilt.
Auf großes Interesse stoßen besonders die praktischen Hitzeschutzfächer. Sie verbinden verständliche Informationen mit einem konkreten Nutzen im Alltag. Wer den Fächer nutzt, hat die wichtigsten Botschaften immer wieder vor Augen: ausreichend trinken, kühle Orte aufsuchen, körperliche Anstrengung vermeiden, auf Warnzeichen achten und besonders gefährdete Menschen im Blick behalten. Gerade in der Arbeit mit älteren Menschen können die Materialien so einen direkten Gesprächsanlass schaffen und Schutzmaßnahmen niedrigschwellig vermitteln.
Wie wirkungsvoll Informationsmaterialien im persönlichen Kontakt eingesetzt werden können, zeigt eine Initiative des Rhein-Lahn-Kreises. Dort wurden Anfang Juni 24 Fachkräfte und ehrenamtlich engagierte Personen zu Hitzeschutz-Helferinnen und -Helfern qualifiziert. Sie sollen künftig in ihrem Umfeld als Ansprechpersonen wirken, ältere Menschen für gesundheitliche Risiken durch Hitze sensibilisieren und zu einfachen Schutzmaßnahmen motivieren.
Ausgestattet mit Infomappen, die auch Flyer, Plakate und Hitzeschutzfächer der LZG enthalten, gehen die Hitzeschutz-Helferinnen und -Helfer aktiv auf Menschen im Kreis zu. Damit wird Hitzeschutz nicht nur als Informationskampagne verstanden, sondern als Aufgabe, die vor Ort in Nachbarschaften, Einrichtungen und kommunalen Strukturen verankert wird.
Im Anschluss an die Schulung überreichten Staatssekretärin Dr. Tamara Müller und Landrat Jörg Denninghoff die Zertifikate an die Teilnehmenden. Damit wurde zugleich die Bedeutung des Engagements gewürdigt: Hitzeschutz lebt davon, dass Menschen Wissen weitergeben, aufmerksam sind und andere unterstützen.
Die Initiative im Rhein-Lahn-Kreis zeigt beispielhaft, wie aus Informationsmaterialien konkrete Präventionsarbeit entstehen kann. Sie macht deutlich, dass guter Hitzeschutz dort besonders wirksam wird, wo fachliche Informationen, praktische Hilfen und persönliches Engagement zusammenkommen.
Ergänzend stellt die LZG Social-Media-Materialien zum Thema Hitze bereit. Kommunen, Einrichtungen, Vereine und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren können die Vorlagen nutzen, um auch digital auf einfache Schutzmaßnahmen aufmerksam zu machen und Menschen für die gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen zu sensibilisieren.
Die Materialien können hier heruntergeladen werden.
Ansprechperson in der LZG
Birgit Kahl-Rüther
Telefon 06131 2069-15
E-Mail bkhl@lzg-rlp.de
Die Hitzeschutz-Materialien der LZG
Staatssekretärin Dr. Tamara Müller und Landrat Jörg Denninghoff mit den 24 Hitzeschutzhelferinnen und -helfern. Auch eine Bewegungsbegleiterin der Kampagne „Dabei sein bewegt“ gehört dazu. © S. Daubach-Metz