Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Gesundheit im Alter

Alter in Zeiten des demografischen Wandels

Wie wollen wir im Alter leben? In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden und dabei immer länger gesund bleiben, ist dies eine elementare Frage. Erst recht vor dem Hintergrund, dass die jüngere Generation mobiler ist als früher und sich traditionelle Familienstrukturen zunehmend verändern. Es werden weniger Kinder geboren, die Zahl der Menschen über 65 Jahren aber steigt. Der demografische Wandel ist für die Gesellschaft eine Herausforderung – und gleichzeitig eine Chance. Er bietet auch für die älteren Menschen neue Perspektiven.

Was heißt gutes Leben im Alter?

Ein gutes und gesundes Leben im Alter ist nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass Krankheiten und Gebrechen ausbleiben. Im Alter gut leben heißt vielmehr, aktiv sein, sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen und vielfältige soziale Kontakte pflegen. Auch die Solidarität zwischen den Generationen, der Ort, an dem man wohnt und die Möglichkeiten, die er bietet, sind bestimmend für die Lebensqualität im Alter.

Wer kann dazu beitragen?

Die Bedingungen für ein gutes Leben im Alter herzustellen, ist eine gemeinsame Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte. Politik, Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Senioreneinrichtungen, Wohnungswirtschaft und viele mehr sind hier gefragt. Auch die Bürgerinnen und Bürger selbst können und sollen sich für ihre Zukunft im Alter engagieren. Der demografische Wandel gibt allen die Möglichkeit, den eigenen Lebensraum bis ins hohe Alter gemeinsam mit Gleichgesinnten aktiv mitzugestalten.

Das Angebot der LZG

Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) setzt im Namen der Landesregierung seit 2012 den Beteiligungsprozess „Gut leben im Alter“ um. Er unterstützt die rheinland-pfälzischen Städte, Gemeinden und Kreise dabei, den demografischen Wandel mit ihren Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam so zu gestalten, dass ältere Menschen dort gut und gesund leben können. Die LZG organisiert die Veranstaltungen im Rahmen des Beteiligungsprozesses, begleitet die Kommunen und dokumentiert die Ergebnisse.

Bürgerinnen und Bürger als Zukunftsexperten

Die Menschen vor Ort wissen am besten, woran es in ihrer Kommune mangelt und was sie für die Zukunft brauchen, damit es sich dort auch im Alter gut leben lässt. Die zentrale Idee des Prozesses ist daher, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst im Rahmen eines kommunalen Beteiligungsworkshops Projekte für ihren Wohnort entwerfen und dann auch umsetzen. Sei es ein Bürgerbus-Projekt oder der Aufbau einer Ehrenamtsbörse: Ziel ist es, den Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam zu begegnen. Nur durch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist es möglich, die Chancen zu nutzen und demografiefeste Lösungen für Probleme zu finden.

 

Lernen aus Erfahrungen

In der ersten Phase des Beteiligungsprozesses 2012/2013 wurden achtzehn rheinland-pfälzische Gemeinden von der LZG darin begleitet, mithilfe von Workshops Ideen und Projekte zu generieren und umzusetzen. Der Prozess wurde in der Broschüre „Gut leben im Alter – den demografischen Wandel gemeinsam gestalten. Der landesweite Beteiligungsprozess in Rheinland-Pfalz“ dokumentiert. Die Broschüre gibt anderen Kommunen, die sich auch auf den Weg eines Beteiligungsprozesses begeben möchten, viele Anregungen zur Planung und Umsetzung verschiedenster Projekte.

Broschüre herunterladen

 

Der erfolgreiche Prozess wird im Jahr 2016 an acht Orten fortgeführt:

  • Verbandsgemeinde Deidesheim, Landkreis Bad Dürkheim
  • Verbandsgemeinde Rülzheim, Landkreis Germersheim
  • Rhens, Landkreis Mayen-Koblenz
  • Üdersdorf, Landkreis Vulkaneifel
  • Siesbach, Landkreis Birkenfeld
  • Römerberg, Rhein-Pfalz-Kreis
  • Schönecken, Eifelkreis Bitburg-Prüm
  • Nohn, Landkreis Vulkaneifel

Mehr Information zur Demografiestrategie der Landesregierung finden Sie hier.

Kontakt

Dr. Carl-Wilhelm Reibel
06131 2069-43
cwreibel@lzg-rlp.de

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