Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Demenz

Fortbildung „Musik schafft Beziehung“

Eine berufsbegleitende Fortbildung zur Musikgeragogin/zum Musikgeragogen mit dem Schwerpunkt Demenz 2018/2019

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Musik kann Menschen verbinden. 
Kaum etwas rührt uns Menschen emotional so sehr an wie Musik.
Wo Worte ihren Weg nicht mehr finden, kann Musik ein Schlüssel zur Seele sein.
Musik verbindet Menschen aller Sprachen, aller Kulturen und jeden Alters.
Musik spielt seit Bestehen der Menschheit durch alle Zeiten und Kulturen hindurch eine herausragende Rolle.

Sie begleitet den Menschen von der Geburt bis zu seinem Lebensende und gehört zu den ursprünglichsten zwischenmenschlichen Ausdrucksformen. Oft wird sie daher auch als die Sprache der Seele bezeichnet.

In der Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen kann Musik viele unterschiedliche Funktionen haben: Sie kann aktivieren oder beruhigen, Kommunikation ermöglichen, die kulturelle und emotionale Teilhabe am Leben stärken oder beim Sterben begleiten. Die berufsbegleitendeFortbildung „Musik schafft Beziehung“ stellt diese vielfältigen Möglichkeiten vor. Als theoretischer Hintergrunddient der Ansatz der Musikgeragogik. Dieser möchte Erfahrungsräume inszenieren, die in der musikalischen Biografie der Beteiligten verankert sind. Denn jeder Mensch hat seine eigene, individuelle musikalische Biografie.

Die Fortbildung schließt mit dem Zertifikat „Musikgeragogin/Musikgeragoge“ der Fachhochschule Münster ab und wird von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) in Kooperation mit dem Referat Weiterbildung am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster und der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz angeboten. Gefördert wird die Fortbildung durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) im Rahmen der Initiative Menschen pflegen. Die Fortbildung ist ein Angebot des Landes-Netz-Werks Demenz, der Servicestelle für Demenz in Rheinland-Pfalz.

Die in sieben Blöcken aufgeteilte berufsbegleitende Fortbildung hat zum Ziel, ein breites Spektrum unterschiedlicher Zugangswege zu Menschen mit Demenz durch das Medium Musik aufzuzeigen. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Durchführbarkeit im pflegerischen Alltag.

Sie richtet sich an Menschen, die in der ambulanten,stationären oder teilstationären Pflege sowie in der Sozialen Arbeit tätig sind. Eine musikalische Vorbildung und einschlägige Berufserfahrungen sollten vorhanden sein.

Für den Abschluss der Fortbildung mit einem Hochschulzertifikat der Fachhochschule Münster müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: Die Teilnehmenden müssen über einen Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene Pflegeausbildung mit praktischer Berufserfahrung verfügen, während der Fortbildung ein Musikprojekt in der Praxis durchführen sowie am Ende der Fortbildung eine Prüfung ablegen und eine Abschlussarbeit anfertigen.

Präsenzkräften nach SGB VI § 87b ohne Hochschulabschluss und Pflegeausbildung ist eine Teilnahme ohne Abschlussarbeit und Prüfung möglich, sie erhalten eine Teilnahmebestätigung. Zur Feststellung der Aufnahmevoraussetzungen bitten wir um eine Kurzbewerbung mit musikalischem und beruflichem Lebenslauf.

Ablauf
Anreise: bis 9:30 Uhr (jeweils am ersten Tag eines Blocks)
1. Tag: 10:00 – 12:30 und 14:00 – 18:00 Uhr
2. Tag: 9:00 – 12:30 und 13:30 – 16:00 Uhr
Abends: freies Musizieren (freiwilliges Angebot)

Tagungsort
Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz
Am Heinrichhaus 2
56566 Neuwied-Engers
Telefon: 02622 9052-0
www.landesmusikakademie.de

Teilnahmebetrag
1.950,00 € inkl. Unterkunft und Verpflegung
Die Teilnahmegebühr wird in zwei Teilrechnungen erhoben.
Nur mit Übernachtung und Verpflegung buchbar.

Fördermöglichkeiten
Informationen zu Fördermöglichkeiten für die Fortbildung gibt es unter: www.bildungspraemie.info

Anmeldung
Bitte schicken Sie ihren beruflichen und musikalischen Lebenslauf an dstanke@lzg-rlp.de.
Sie bekommen dann umgehend eine Rückmeldung, ob die Teilnahmevoraussetzung erfüllt sind.

Ansprechpartnerin in der LZG
Daniela Stanke
Telefon: 06131 2069-31
E-Mail: dstanke@lzg-rlp.de

Fachliche Leitung
Prof. Dr. phil. H. H. Wickel, Fachhochschule Münster
Prof. Dr. phil. habil. T. Hartogh, Universität Vechta
Monika Bittmann, LZG, Gerontopsychiatrische Fachkraft,Schwerpunkt Demenz

Die Fortbildung ist in Rheinland-Pfalz nach dem Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt. Eine Bildungsfreistellung kann beim jeweiligen Arbeitgeber beantragt werden.

Block I: 05.03. – 06.03.2018
Block II: 23.04. – 24.04.2018
Block III: 11.06. – 12.06.2018
Block IV: 10.09. – 11.09.2018
Block V: 29.10. – 30.10.2018
Block VI: 28.01. - 29.01. 2019
Block VII: 18.03. – 19.03.2019
Abschlussprüfung: 14. Juni 2019 in Mainz

Alle Fortbildungsinhalte berücksichtigen das Schwerpunktthema Demenz.

Grundlagen der Musikgeragogik

  • Demografische Entwicklung und Alterstheorien
  • Institutionen musikgeragogischer Bildung
  • Musiklernen im Alter (Theorien der Musikgeragogik)
  • Praxisprojekte
  • Altersbedingte Beeinträchtigungen und Musizieren
  • Musikgeragogische Orientierungen und Haltungen

Exemplarische Musikpraxis

  • Singen, Liedbegleitung
  • Intergeneratives Arbeiten
  • Ensemblespiel
  • Instrumentalspiel (Veeh-Harfe)
  • Musik und Bewegung (Sitztänze)
  • Improvisation/Ensemble
  • Verklanglichung
  • Einfaches Selbstbauen von Instrumenten
  • Musikhören
  • Sterbebegleitung
  • Malen und Musik

Vernetzung und positive Selbstpräsentation

  • Bewerbung des eigenen musikgeragogischen Angebotes

Veranstalterinnen

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) in Kooperation mit der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen