Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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LZgoesWeb

LZgoesWeb - Online-Veranstaltungsreihe

LZgoesWeb ist eine digitale Vortragsreihe der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Sie greift einmal im Monat ein Schwerpunktthema der Gesundheitsförderung und Prävention auf.

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Thema im Juli

Termin: Dienstag, 14. Juli 2020, 17:00 bis 18:30 Uhr

Starke Kinder lernen gut – Gesund aufwachsen in Zeiten von Corona

Referentin: Diplom-Psychologin Sabine Maur, Präsidentin der LandesPsychotherapeutenKammer und niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin mit Zusatzqualifikation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Kooperationspartner: LandesPsychotherapeutenKammer Rheinland-Pfalz

Jedes dritte Kind zwischen drei und 15 Jahren hatte in den Hochzeiten der Corona-Krise Schwierigkeiten, mit der Situation zurechtzukommen - das belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Vor allem die Kontaktbeschränkungen waren ein Problem und führten nach Ansicht vieler Eltern dazu, dass sich Kinder einsam fühlten. Kein geregelter Tagesablauf mit Kita und Schule, keine Freizeit- und Sportangebote, kein Zusammentreffen mit Gleichaltrigen und kein Ausgleich durch die Großeltern – das ungewohnt enge Zusammensein während des Lockdowns führte in vielen Familien zu Konflikten. Kinder und Jugendliche aus Familien in sozial schwierigen Situationen waren dabei stärker belastet als ihre Alterskameradinnen und -kameraden aus finanziell besser gestellten Verhältnissen. Gemeinsam war allen die Befürchtung, sich selbst zu infizieren oder einen geliebten Menschen durch die Krankheit verlieren zu können.

Was bleibt für Kinder und Jugendliche zurück, wenn sich der Alltag nun mehr und mehr normalisiert? Wie hat die Corona-Krise ihr Leben, Fühlen und Denken verändert? Sabine Maur berichtet aus der psychotherapeutischen Praxis, wie Kinder und Jugendliche die aktuelle Situation erleben, welche Folgen für ihre Entwicklung möglicherweise zu erwarten sind und wie Eltern mit Kindern über Corona sprechen können, um Ängste abzubauen und Sicherheit zu schaffen.

Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen tätige Menschen sowie an alle weiteren Interessierten.

Teilnahme: Hier gelangen Sie direkt zum Online-Meeting-Raum


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Digitale Fortbildung „Angst vor der Schule statt Freude am Lernen?“

Termin: 4. November 2020, 15:00 – 16:30 Uhr

Die Fortbildung gibt einen Überblick zu Angststörungen im Handlungsfeld Schule und vermittelt Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften praxisorientierte Ansätze zum Umgang mit betroffenen Schülerinnen und Schülern. Ziel ist der Erwerb von Wissen über die Spannbreite von Angststörungen im schulischen Kontext, die Abgrenzung zu anderen Störungsbereichen und das Verständnis von Hintergründen und Entstehungsbedingungen. Die unterschiedlichen Angststörungen werden eingeordnet und gegen altersangemessene Ängste sowie gegen andere problematische Verhaltensweisen (z.B. Schulverweigerung) und psychische Störungen abgegrenzt. Die Funktion und die Hintergründe von Ängsten, besonders im Schul- und Familiensystem, werden herausgearbeitet.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten


Broschüre „Starke Kinder lernen gut“

Die Eltern-Informationsbroschüre zur Einschulung gibt Anregungen, wie Eltern zu den gesundheitlichen Voraussetzungen für eine gute schulische Entwicklung beitragen können. Die Broschüre informiert zum Beispiel über Bewegung, Ernährung, Hygiene und Infektionsschutz, gibt Tipps für den richtigen Schulranzen und einen sicheren Schulweg.

Die Broschüre kann im LZG-Shop bestellt werden und steht dort zum Download bereit.

Thema im August

Termin: Dienstag, 25. August 2020, 17:00 bis 18:30 Uhr

Resilienz in Zeiten der Corona-Pandemie

Referent: Markus Müssig, Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR)

Kooperationspartner: Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR)

Resilienz ist der Prozess der Aufrechterhaltung oder raschen Rückgewinnung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensereignissen. Einige Menschen erkranken nicht oder nur kurzfristig, obwohl sie großen psychischen oder physischen Belastungen ausgesetzt sind. Dies lässt vermuten, dass protektive (schützende) Mechanismen existieren, welche die Entwicklung von stressbedingten Erkrankungen verhindern. Eigene und internationale Forschungsprojekte haben in den letzten Wochen zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen der gegenwärtigen Pandemie auf die psychische Gesundheit beigetragen. Gleichzeitig wurden relevante Schutzfaktoren identifiziert, deren gezielte Förderung zur Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit beitragen kann.

Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die Wirkung und Bedeutung der in der aktuellen Corona-Pandemie besonders relevanten Resilienzfaktoren. Er gibt Empfehlungen und Übungen mit auf den Weg, wie diese Resilienzfaktoren gezielt trainiert werden können.

Vortragsinhalte

  • Einführung in das Thema Resilienz
  • Forschungsstand zu Resilienz und SARS-CoV-2
  • Resilienzfaktoren als Schutzmechanismen gegen Stress und psychische Erkrankungen
  • Trainierbarkeit der Resilienzfaktoren anhand konkreter Beispiele

Das Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) in Mainz ist ein wissenschaftlich eigenständiges Forschungsinstitut, das sich der Erforschung der Resilienz widmet, das heißt der Aufrechterhaltung bzw. raschen Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensereignissen. Die zentralen Anliegen des LIR sind es, Resilienzmechanismen neurowissenschaftlich zu verstehen, darauf aufbauend Interventionen zur Förderung der Resilienz zu entwickeln und darauf hinzuwirken, Lebens-und Arbeitsumfelder so zu verändern, dass Resilienz gestärkt wird. Damit widmet sich das LIR Fragen von sehr hoher gesellschaftlicher Relevanz und internationaler Bedeutung und schließt eine bedeutende Lücke in der deutschen Forschungslandschaft. Es ist europaweit das erste Zentrum seiner Art.

Teilnahme: Hier gelangen Sie direkt zum Online-Meeting-Raum (Link wird kurz vor der Veranstaltung freigeschaltet)


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Schatzsuche – Programm zur Förderung des seelischen Wohlbefindens von Kindern in Kindertagesstätten

Schatzsuche ist ein Eltern-Programm für Kindertagesstätten und folgt dem Ansatz der Resilienzförderung. Ziel ist, das seelische Wohlbefinden von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen zu fördern, indem ihre Stärken und Schutzfaktoren als „Schätze“ in den Blick genommen werden. Potenziale der Kinder, wie besondere Fähigkeiten, Talente und Interessen, werden identifiziert und gestärkt.

Das Programm basiert auf der Fortbildung von pädagogischen Fachkräften, die zu Schatzsuche-Referentinnen und -Referenten qualifiziert werden. Die nächste Weiterbildung im Zeitraum 07.09. bis 10.11.2020 findet in Annweiler statt. Es sind noch Plätze frei. Informationen dazu sowie weitere Termine finden Sie hier.

Thema im September

Termin: Donnerstag, 10. September 2020, 17:00 bis 18:30 Uhr

Medienkonsum in der Krise – Herausforderung oder Chance?

Referent: Christian Schaack, Referat Suchtprävention der LZG

Die Angebote digitaler Medien sind vielfältig. In Krisenzeiten können uns diese Angebote unterstützen, das hat die Corona-Pandemie gerade gezeigt: Als im realen Leben „Social Distancing" gefordert war, stellten Soziale Medien Nähe her, ersetzten persönliche Kontakte und dienten dazu, für Hilfsbedürftige Unterstützung zu organisieren. Trotz dieser wichtigen sozialen Funktionen in Krisenzeiten haben digitale Medien jedoch das Potenzial, zu einem Problem  zu werden. Gerade jetzt besteht die Chance, den etablierten Medienkonsum zu hinterfragen und einen ausgewogenen Umgang mit neuen Medien zu suchen.

Teilnahme: Hier gelangen Sie direkt zum Online-Meeting-Raum (Link wird kurz vor der Veranstaltung freigeschaltet)


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Faltblätter: Medien und Jugendliche

Soziale Netzwerke, Smartphones, Videospiele und das Internet treten immer stärker in das Leben von Kindern und Jugendlichen. Ständig in Kontakt bleiben, überall online sein, in jeder freien Minute zocken, Filme und Fotos selbst machen und mit der ganzen Welt teilen sind feste Bestandteile des Alltags. Dem gegenüber stehen aber auch Probleme wie Cybermobbing, Datenklau und Abofallen. Vier Faltblätter der LZG vermitteln Kindern und Jugendlichen wichtige Informationen über den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken, Smartphones, dem Zocken und dem Internet und enthalten zahlreiche hilfreiche Tipps zum sicheren Umgang damit.

Download und Bestellung über den LZG-Shop


Broschüre: Wisch und Weg

Die Broschüre bündelt die wichtigsten Ergebnisse einer Fachtagung zum Thema Medien und Sucht. Themen sind z.B. die Faszination sozialer Medien aus der Perspektive von Jugendlichen, strafrechtliche Risiken bei der Internetnutzung und die präventive Medienarbeit der Initiative klicksafe.

Download über den LZG-Shop


Anlaufstellen bei Themen der Sucht

Sie suchen Beratung oder Unterstützung? In Rheinland-Pfalz gibt es zahlreiche regionale Anlaufstellen zum Thema Sucht. Sie zeigen kostenfrei auf, wie der Weg zur Heilung aussehen kann und bieten Rat und Unterstützung. Das Referat Suchtprävention der LZG hat die Adressen zusammengestellt. Über eine interaktive Landkarte und eine Suchmaske finden Sie unkompliziert Suchtberatungsstellen, Regionale Fachstellen Glücksspielsucht und Präventionsfachkräfte in Ihrer Nähe.

Bildnachweis Headerbild: ©ME_Photos/Pixabay.com

Gesundheitstelefon

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