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Organspende

Organspende in Zahlen

Eine Organtransplantation ist für viele schwerkranke Menschen, bei denen ein Organ versagt, häufig die einzige Chance zu überleben. Jeden Tag sterben durchschnittlich drei von ihnen, weil für sie kein passendes Herz, keine Leber, Niere, Lunge oder Bauchspeicheldrüse zur Verfügung steht. Mehr als 10.000 Patienten warteten in Deutschland zu Beginn des Jahres 2018 auf ein Spenderorgan, ungefähr Dreiviertel von ihnen auf eine Niere.* Das sind etwa dreimal so viele Menschen wie Transplantate vermittelt werden können. Die Situation ist allgemein schwierig: Einige Patienten müssen wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes von der Warteliste genommen werden, andere sterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht.

Zahl der Organspenden weiterhin niedrig

Die Zahl der Organspender lag im Jahr 2017 bundesweit mit 797 auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorjahren (2016: 857; 2015: 877). Insgesamt kamen in Deutschland 9,7 Spender auf eine Million Einwohner (2016: 10,4; 2015: 10,8). Im Jahr 2017 wurden postmortal 2.594 Organe in Deutschland gespendet (2016: 2.867; 2015: 2.901). Damit wurden durchschnittlich 3,3 Organe pro Spender entnommen und tranplantiert.

Die Situation in Rheinland-Pfalz

  • Im Jahr 2017 gab es in Rheinland-Pfalz wie auch schon im Jahr zuvor 38 Organspender (2016: 38; 2015: 39). Das entspricht 9,4 Spendern pro Million Einwohner.
  • Ihnen wurden 137 Organe entnommen, die vermittelt und transplantiert wurden.
  • Am 31. Dezember 2017 standen 447 Bürger aus Rheinland-Pfalz auf der Warteliste für ein Spenderorgan, 319 von ihnen benötigen eine Spenderniere.*

Die Organspendebereitschaft ist zu selten dokumentiert

Laut einer repräsentativen Umfrage der BZgA aus dem Jahre 2016 stehen 81 Prozent der Deutschen einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Allerdings haben nur 58 Prozent der Befragten eine persönliche Entscheidung getroffen – mehrheitlich fällt diese zugunsten einer Einwilligung aus: 74 Prozent derer, die sich entschieden haben, stimmen einer Organ- und Gewebespende nach dem Tod zu, 18 Prozent widersprechen ihr, vier Prozent übertragen die Entscheidung auf eine andere Person. Nur jeder dritte Deutsche (32 Prozent) hat seine getroffene Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert.

Fehlende Informationen führen in vielen Fällen zur Ablehnung

Der Hauptgrund, weshalb Menschen noch keine persönliche Entscheidung bezüglich Organ- und Gewebespende getroffen haben, ist die fehlende Auseinandersetzung mit der Thematik. Zudem fühlt sich knapp die Hälfte der Bevölkerung (46 Prozent) weniger gut bis schlecht über das Thema Organ- und Gewebespende informiert. Hauptmotiv für die Zustimmung zu einer postmortalen Organ- und Gewebespende ist, anderen helfen zu wollen. Die Befürchtung, nicht als Spender geeignet zu sein, Angst und Unsicherheit gegenüber der Organentnahme sowie mangelndes Vertrauen in das Organspendesystem sind die wichtigsten Faktoren, die zu einem Widerspruch führen.

Quellen: * Eurotransplant, alle anderen Angaben: DSO

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