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Mehr als heiße Luft - Elterninfo informiert über Passivrauchen bei Kindern
Mainz, den 09. April 2008
Faltblatt Passivrauchen der Landeszentrale für Gesundheitsförderung jetzt zu bestellen
Nichtrauchen schützt alle! Das ist die Botschaft des neuen Nichtraucherschutzgesetzes. Gültig seit dem 15. Februar 2008 regelt es das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten als einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher in der Öffentlichkeit. Denn nicht nur das aktive Rauchen ist gefährlich. „Auch nichtrauchende Menschen, die Tabakrauch ausgesetzt sind, tragen ein hohes Gesundheitsrisiko“, so Jupp Arldt, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Doch wie sieht es mit dem Schutz von Kindern aus?
„In diesem Zusammenhang sollte nicht vergessen werden, dass vor allem Kinder und Jugendliche unter dem Passivrauchen in den eigenen vier Wänden leiden und keine Alternative haben – außer, Sie sorgen als Eltern für eine rauchfreie Umgebung auch zu Hause“, betont Arldt. Doch viele Eltern wissen zuwenig darüber, dass Passivrauchen ihren Kindern schadet und das Einatmen von Tabakrauch fast dieselbe Wirkung hat, wie das Rauchen einer Zigarette. Dieses „Mitrauchen“ in einem Raucherhaushalt ist für Kinder und Jugendliche besonders gesundheitsgefährdend, denn ihr noch nicht vollständig entwickelter Körper kann die eingeatmeten Giftstoffe noch schlechter bewältigen als Erwachsene.
Tabakrauch ist ganz und gar nicht harmlos! Mit rund 70 Substanzen, die selbst in geringen Mengen Krebs erregen können, ist er der häufigste und gefährlichste Innenraumschadstoff. Schon kurzzeitiges Passivrauchen reizt die Atemwege und schädigt das Blutgefäßsystem. Insbesondere leiden passiv rauchende Kinder häufiger an Lungenproblemen, Mittelohrentzündung, Karies, schwerem Asthma und sind öfter krank. Langfristig verursacht Rauchen Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Herz-Kreislauferkrankungen oder chronische Bronchitis. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg leben über sechs Millionen Kinder bis zum dreizehnten Lebensjahr in Haushalten mit mindestens einem Raucher. Dazu kommen geschätzte zwei Millionen Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Die Raucherquote bei den Jugendlichen zwischen 12–19 Jahren, die aus einem Haushalt mit einem weiteren Raucher kommen ist doppelt so hoch wie bei Jugendlichen aus einem Haushalt ohne Raucher. Auch hier haben Eltern eine Vorbildfunktion.
Damit das eigene Zuhause oder das Familienauto nicht zur „Qualmzelle“ für ihre Kinder wird, beantwortet die vierseitige Elterninfo die wichtigsten Fragen rund um das Thema Passivrauchen und gibt vielfältige Tipps für eine rauchfreie Umgebung und zum Schutz ihres Kindes. Auch Infos zum Rauchausstieg sind dabei, falls Eltern mit dem Rauchen aufhören möchten!
Bestelladresse
Gegen Rückporto von 1,45 € in Briefmarken an:
LZG, Stichwort „Elterninfo Passivrauchen“, Hölderlinstraße 8, 55131 Mainz
V.i.S.d.P.: Jupp Arldt, Geschäftsführer LZG
