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Ansprechpartnerin
Annika Welz
Tel: 06131 / 20 69 16


Inhalt

Newsletter: Aus der Arbeit des Regionalen Knoten

Hundertstes Good-Practice-Projekt aus Trier

Die "Gesundheitsteams vor Ort in Trier" sind als bundesweit hundertstes Good Practice-Projekt im Kooperationsverbund „Gesundheitliche Chancengleichheit bei sozial Benachteiligten“ www.gesundheitliche-chancengleichheit.de der BZgA ausgezeichnet worden. „Die Good Practice-Projekte zeigen, wie Gesundheitsförderung den Alltag der Menschen verändern kann. Sie sind erfolgreich, weil sie die Menschen vor Ort motivieren und unterstützen, selbst aktiv zu werden und ihren Alltag gesünder zu gestalten. Deshalb empfehlen wir diese Praxis als vorbildlich“, erklärte Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), zum hundertsten Good-Practice-Projekt.

Die „Gesundheitsteams vor Ort" in Mainz und Tier wurden durch die rheinland-pfälzische Sozial- und Gesundheitsministerin Malu Dreyer im Rahmen ihrer familienunterstützenden Kampagne „Viva Familia" in Trier-Nord initiiert. Niedrigschwellig wird ein großes Spektrum an Angeboten zur Gesundheitsprävention von Vorsorgeuntersuchungen, Beratung zum Impfen und psychosexueller Gesundheit bis hin zu Selbstwertförderung und gesunder Bewegung zu den Bewohnerinnen und Bewohner in Programmgebieten der „Sozialen Stadt-Gebiete" gebracht.

Die insgesamt vier rheinland-pfälzischen Good-Practice-Projekte sind vom Netzwerk Regionaler Knoten Rheinland-Pfalz: Kindergesundheit in sozial benachteiligten Lebenslagen  in der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) erarbeitet und durch den wissenschaftlichen Anerkennungsprozess der BZgA begleitet worden.

Dokumentation Kindergesundheit in der Sozialen Stadt erschienen

In der 75seitigen Broschüre wird der Fachtag des Regionalen Knotens „Kindergesundheit in der Sozialen Stadt – Aufsuchen und Netzwerke“ im Bürgerhaus Trier-Nord dokumentiert, mit einem Grußwort von Familien- und Gesundheitsministerin Malu Dreyer.

Die Broschüre enthält u.a. Referate von Prof. Dr. Dr. Detlef Baum (FH Koblenz), Prof. Dr. Raimund Geene, (Uni Magdeburg-Stendal) und PARITÄT-Geschäftsführer Wolfgang Krause.

Vorgestellt werden u.a. der Snoezelraum des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland e.V., das AOK-Projekt Tigerkids, die LZG-Elternschule, der Gesundheitstag GesundZeit! in der Röhmschule Kaiserslautern, Starke Mütter – Starke Kinder des Kinderschutzbundes Mainz und das rheinland-pfälzische Kinderschutzgesetz. 

Die Broschüre ist ab sofort im LZG-Shop erhältlich und steht zum Download bereit.  

Hier finden Sie aktuelles vom Regionalen Knoten.

Fachtag Kindergesundheit und Migrationshintergrund am 14. Januar 2010 in Mainz

Für den 14. Januar 2010 ist der nächste Fachtag des Regionalen Knotens im Rathaus der Stadt Mainz projektiert. Inhaltlich wird es um den Faktor Migrationshintergrund im Kontext von Kindergesundheit, Kinderarmut und sozialer Benachteiligung gehen.
Mit Frau Dr. Liane Schenk konnte die Mitautorin des "Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KIGGS): Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland" als Referentin für den Fachtag gewonnen werden.
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Experte der Deutschen Islamkonferenz und Hochschullehrer an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg wird sich im zweiten Hauptreferat mit geschlechtsspezifischen, religiösen und ethischen Tabuisierungen, Erziehungsstilen und Folgen von Migration für die psychische Gesundheit befassen. 

Zwei weitere Good-Practice-Projekt aus Rheinland-Pfalz anerkannt

Mit den Projekten "Gesundheitsteams vor Ort, Trier" und "Gesund und fit durch vielseitige Ernährung" der Spiel- und Lernstube Koblenz-Asterstein sind zwei weitere rheinland-pfälzisches Good Practice Projekt durch den bundesweiten Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" der BZgA anerkannt worden.

Die "Gesundheitsteams vor Ort" in Mainz und Tier wurde durch die rheinland-pfälzische Sozial- und Gesundheitsministerin Malu Dreyer im Rahmen ihrer familienunterstützenden Kampagne "Viva Familia" in Trier-Nord initiiert. Niedrigschwellig wird ein großes Spektrum an Angeboten zur Gesundheitsprävention von Vorsorgeuntersuchungen, Impfberatung und psychosexueller Gesundheit bis hin zu Selbstwertförderung und gesunder Bewegung zu den Bewohnerinnen und Bewohner in Programmgebieten der "Sozialen Stadt" gebracht.
Als besonders Nachahmenswert wird das Projekt für die Praxisbereiche "Integriertes Handlungskonzept / Vernetzung", "Innovation und Nachhaltigkeit" und "Setting-Ansatz" ausgezeichnet.

In "Gesund und fit durch vielseitige Ernährung" werden Kindern aus sozial benachteiligten Lebenslagen auf spielerische Weise gesunde und kostengünstige Lebensmittel sowie deren schmackhafte und einfache Zubereitung nahe gebracht. Auch andere Gesundheitsthemen wie Impfprofilaxe, Zahngesundheit und Vorsorgeuntersuchungen werden über das Projekt vermittelt.
Als besonders Nachahmenswert wird das Projekt für die Praxisbereiche "Niedrigschwellige Arbeitsweise", "Empowerment" und Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Die Good-Practice-Projekte werden auf der Datenbank auf http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de und im nächsten Dokumentationsband des Kooperationsverbundes in Buchform veröffentlicht. Die Gesundheitsteams vor Ort sind das 100ste Good-Practice-Projekt des Kooperationsverbundes.
Die rheinland-pfälzischen Good-Practice-Projekte wurden vom Regionalen Knoten Rheinland-Pfalz in der LZG erarbeitet und durch den wissenschaftlichen Begutachtungsprozess begleitet.

Projektfördergelder gegen Armut

2010 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung Projekte mit einem Gesamtbudget von 1,2 Mio. Euro. Nach Auskunft des Kooperationsverbundes "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" sollen ca. 50 Projekte bundesweit gefördert werden, durchschnittlich stehen also etwa 24.000 Euro zur Verfügung. Die Antragsfrist endet allerdings schon am 28.September 2009.

Kostenübernahmen bei nicht-verschreibungsfähigen Medikamenten

Nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Salben, die aus medizinischen Gründen notwendig sind, dienen der Gesunderhaltung und sind daher vom Leistungsträger nach dem SGB XII unter Anwendung des § 73 SGB XII als Bedarf anzuerkennen, soweit sie nicht mit dem in der Regelleistung vorgesehenen Betrag von ca. 8 % der Regelleistung sichergestellt werden können.
Das hat jetzt das Sozialgericht Lüneburg festgestellt. Das Urteil kann beim Regionalen Knoten angefordert werden.

Regionale Knoten im 13. Kinder- und Jugendbericht

Die Arbeit der Regionalen Knoten findet bundesweit immer mehr Anerkennung. In der Stellungnahme zum 13. Kinder- und Jugendbericht bezeichnet die Bundesregierung im Mai 2009 den Kooperationsverbund Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten als gutes Beispiel für eine bessere Vernetzung und erwähnt ausdrücklich die 16 Regionalen Knoten in den Bundesländern.

Niedrigschwelligkeit, Empowerment und Partizipation sowie die Arbeit an den Schnittstellen zwischen Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe erachtet der 13. Kinder- und Jugendbericht als zentral für eine Verbesserung der Lebenssituation sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Download 13. Kinder- und Jugendbericht.

Wegen erhöhter Verkehrsunfallzahlen, verschiedener Krankheiten, Übergewicht und psychischen Auffälligkeiten, insbesondere bei Kindern aus sozial benachteiligten Lebenslagen, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eine Strategie zu Förderung der Kindergesundheit entwickelt, die unter  www.die-praevention.de nachzulesen ist.

Für den Regionalen Knoten Rheinland-Pfalz liegt die federführende Koordination seit 2005 bei der LZG. In der Steuerungsgruppe beteiligt sind die Ministerien für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen sowie für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, die gesetzlichen Krankenkassen, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Kommunale Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz, LIGA der Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege, Vertreter der Wissenschaft sowie der Verein Armut und Gesundheit vertreten.

Regionale Knoten im Leitfaden der Krankenkassen zur Umsetzung von Prävention und Gesundheitsförderung

In die aktuelle Fassung (Juli 2008) neu in den Leitfaden aufgenommen wurden u.a. Präventions- und Gesundheitsförderungsziele der GKV. Sie sind unterteilt nach betrieblichen und nichtbetrieblichen Lebenswelten (insbesondere Schule und Kindertagesstätte) und benennen jeweils drei Teilziele, die bis 2009 erreicht sein sollen.
An mehreren Stellen verweist der Leitfaden auf die Arbeit des Kooperationsverbundes "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" als Anknüpfungspunkte, z.B. die Regionalen Knoten und die Auswahl von Beispielen guter Praxis.

Aktiv werden für Gesundheit – Arbeitshilfen für Prävention und Gesundheitsforderung im Quartier

Der Info-Ordner „Aktiv werden für Gesundheit – Arbeitshilfen für Prävention und Gesundheitsforderung im Quartier“ wurde vom Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“, dem Zusammenschluss der Regionalen Knoten bundesweit, entwickelt. Allein gut 500 Exemplare wurden über den Regionalen Knoten kostenfrei an Fachkräfte in Rheinland-Pfalz verteilt.
Unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de / Gesundheitsförderung im Stadtteil stehen die Arbeitshilfen weiterhin online zur Verfügung. Unter arbeitshilfen(at)gesellschaftliche-chancengleichheit.de können sich Interessierte für Aktualisierungen des Info-Ordners vormerken lassen. Ein Rückmeldebogen steht ebenfalls online zur Verfügung.
Einzelne Rest-Exemplare des Ordners können noch gegen Rückporto beim Regionalen Knoten Rheinland-Pfalz angefordert werden.

Erkennen – Bewerten – Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Unter dem Titel „Erkennen – Bewerten – Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ haben Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Auswertung des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (www.kiggs.de) vorgelegt, die den relativ schlechteren Gesundheitsstatus von Kindern und Jugendlichen in schwierigen sozialen Lagen belegt. Die Auswertung kann als Broschüre beim RKI (www.rki.de) bezogen bzw. auch heruntergeladen (pdf, 4MB) werden.

„Armut raubt jungen Menschen die Zukunft“

Das Diskussionspapier des Landesjugendhilfeausschusses in Rheinland-Pfalz vom 09. Februar 2009 ist jetzt veröffentlicht und beim Landesjugendamt als Download (pdf, 870 kB) erhältlich.

Sozialfonds für Mittagessen in Kindertagesstätten eingerichtet

Kein Kind, das in Rheinland-Pfalz über die Mittagszeit hinaus eine Kindertagesstätte besucht, soll künftig wegen fehlender finanzieller Mittel vom Mittagessen ausgeschlossen sein. Das haben in einer Vereinbarung Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen sowie Innenstaatssekretär Roger Lewentz für die Landesregierung, für den Landkreistag Direktor Burkhard Müller sowie für den Städtetag Geschäftsführer Professor Dr. Gunnar Schwarting festgeschrieben.
Zur Pressemitteilung (pdf, 80kB) des MBWJK. Der Text der Vereinbarung und das entsprechende Rundschreiben des Städtetages können beim Regionalen Knoten angefordert werden.

Aus dem Newsletter des Kooperationsverbundes Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten:

Gesundheit ein Schwerpunktthema im Bundesprogramm "Perspektive 50plus" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das auf die Integrierung älterer Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt ausgerichtet ist.
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Das Ausmaß der Kinderarmut in Deutschland ist trotz kleiner Fortschritte noch immer sehr hoch. Das macht der Familienreport 2009 deutlich, den Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Februar in Berlin vorgestellt hat. Demnach lebt fast die Hälfte aller alleinerziehenden Mütter und Väter von Hartz IV.
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Nach einer jüngst veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind lange Bezugsdauer und wiederkehrende Bedürftigkeit typisch für die Mehrheit der Arbeitslosengeld II (ALG II)-Bezieherinnen und -Bezieher in Deutschland. Besonders betroffen sind Alleinerziehende.
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Der Newsletter des Kooperationsverbundes kann hier abonniert werden.

Kongress Armut und Gesundheit 2009

Schon machen wir auf den diesjährigen Kongress „Armut und Gesundheit“ vom 4.-5. Dezember 2009 in Berlin aufmerksam.