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LZG fördert Modellprojekte zur Prävention von Essstörungen

Mehr als jedes fünfte Kind zwischen 11 und 17 Jahren leidet unter Symptomen einer Essstörung. Das sind 1,4 Millionen junge Menschen. Diese Zahlen weisen darauf hin, dass das Thema Prävention von Essstörungen nach wie vor einen hohen Stellenwert hat. Die Ausweitung des Schönheitsideals auf Jungen bzw. Männer, pro-Anorexie-Angebote im Internet, der Schlankheitswahn in der Modeindustrie und die Rolle von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Angehörigen sind unter anderem zentrale Themen.

Essstörungen können ein Versuch sein, gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen, „verbotene“ Gefühle wie z.B. Aggressionen zu unterdrücken, mit unangenehmen Situationen, Erfahrungen oder Konflikten, die aus widersprechenden Rollenanforderungen resultieren, umgehen zu können. Für viele Jugendliche wird der Körper zum Austragungsort von Problemen: Sie „fressen alles in sich hinein“ (Süßigkeiten, Stress, Ärger…) oder sie brauchen das Hungern, um wenigstens einen Bereich zu haben, über den sie autonom bestimmen können. Fehlt ein guter Bezug zum eigenen Körper, können daraus psychosomatische Erkrankungen und der Verlust des Selbstwertgefühls (mit allen Folgen der Aggressivität gegen sich selbst) entstehen.

Basierend auf den bisherigen Kenntnissen zur Prävention von Essstörungen werden in 2008 Modellprojekte zur Weiterentwicklung des Themas durch die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. unterstützt.

Wir freuen uns, wenn Sie sich mit Ihrem Beitrag an der Durchführung der Modellprojekte beteiligen.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie den Förderantrag zum Download:

Ansprechparterin
Nina Roth, 06131 / 20 69 24