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Schlaganfallkampagne
Der Schlaganfall zählt zu den großen Volkserkrankungen. Jährlich erkranken über 200.000 Menschen an einem Schlaganfall in Deutschland. Ein Drittel der Betroffenen stirbt, ein Drittel behält mehr oder minder schwere Behinderungen und ein Drittel übersteht ihn ohne nennenswerte Folgen. Entsprechend gravierend ist ein Schlaganfall für die Betroffenen und ihre Angehörigen: Die Lebensqualität wird oftmals drastisch eingeschränkt, viele Alltagsaktivitäten müssen noch einmal ganz von vorne erlernt werden.
"Welche Faktoren wichtig sind und was im Notfall zu tun ist, darüber möchten wir die Bevölkerung aufklären", so Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Vorsitzender der LZG. Deshalb sei es wichtig, dass Ärztinnen und Ärzte, aber auch Betroffene und ihre Angehörigen den Schlaganfall als Notfall einstufen und entsprechend handeln. "Uns liegt besonders am Herzen, dass jeder die Notfallnummer "19222" kennt und umgehend fachgerechte Hilfe eingeleitet werden kann", betont Dr. Gerhardt.
In der Akuttherapie spiele Zeit eine wesentliche Rolle. Innerhalb eines sehr engen Zeitfensters könnten sehr günstige Therapieergebnisse erreicht werden. Bei rechtzeitigem Erkennen des Schlaganfalls und rascher Einweisung in ein Krankenhaus ließen sich Folgeschäden deutlich reduzieren. Doch nur knapp 30 Prozent der Betroffenen kommen bisher innerhalb der ersten drei entscheidenden Stunden in Behandlung.
Das weist auf weiteren Aufklärungsbedarf hin. Aus diesem Grund initiierte Boehringer Ingelheim 2004 gemeinsam mit der Landesregierung und anderen Partnerinnen und Partnern die Kampagne "Schlaganfall - Ein Notfall" mit dem Ziel, der breiten Öffentlichkeit neue Möglichkeiten der Vorbeugung, Erkennung und Therapie vorzustellen.
Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) bietet seit dieser Zeit gemeinsam mit Boehringer Ingelheim und mit regionalen Kooperationspartnerinnen und -partnern aus dem Bereich der medizinischen Akutversorgung Aktionstage an öffentlichen Orten, wie z.B. dem Löhr-Center Koblenz oder der Römerpassage in Mainz, an. Ziel der Veranstaltungen ist es, das Wissen um das Thema Schlaganfall in der Bevölkerung und bei den an der Versorgung beteiligten Gruppen zu verbessern. Gesundheitsministerin Malu Dreyer hat die Schirmherrschaft der Kampagne übernommen.
Bei den jeweils eintägigen Veranstaltung können sich Besucherinnen und Besucher rund um das Thema Schlaganfall informieren. Nach Möglichkeit wird eine kostenlose Duplex-Sonografie angeboten, bei der die Gefäßwände beurteilt werden.
Ansprechpartnerin:
Susanne Herbel-Hilgert, Telefon: 06131 2069-26
