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Die Initiative Bündnisse gegen Depression in Rheinland-Pfalz
Depressive Störungen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Im Jahr 2020 werden Depressionen laut Prognose der WHO neben Herz-Kreislauferkrankungen die am häufigsten diagnostizierte Krankheit in der westlichen Welt sein. Schon heute zeigen vier Millionen Menschen bundesweit die typischen Zeichen einer Depression, das sind etwa 200.000 Menschen allein in Rheinland-Pfalz.
Dabei muss eine Depression nicht ausweglos verlaufen: Inzwischen ist sie eine erfolgreich behandelbare Krankheit, für die es wirksame Hilfen gibt. Die meisten Betroffenen können mit Hilfe der richtigen und konsequenten Therapie nach einiger Zeit wieder Licht am Ende des Tunnels sehen.
Allerdings dauert es im Durchschnitt etwa sechs Jahre, bis Menschen mit depressiven Symptomen eine geeignete Therapie erhalten. Das liegt unter anderem daran, dass die Erkrankung nach wie vor mit einem großen Tabu belegt ist. Die Aufklärung über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit ist deshalb von großer Bedeutung. Mit der Initiative „Bündnisse gegen Depression in Rheinland-Pfalz“ soll die Öffentlichkeit sensibilisiert und aufgeklärt werden, damit deutlich wird: Depression kann jeden treffen, genau wie jede andere psychische oder körperliche Erkrankung. Die Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz sollen Depression als Krankheit kennen, die erfolgreich behandelbar ist.
Im Auftrag von Gesundheitsministerin Malu Dreyer verfolgt die Initiative “Bündnisse gegen Depression in Rheinland-Pfalz” seit Mai 2009 das Ziel, die regionale Zusammenarbeit von Organisationen und Personen, die mit der Erkennung, Behandlung und Bewältigung von Depressionen zu tun haben, zu fördern. Bei der Umsetzung tritt das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V. in Leipzig mit seiner fachlichen Expertise als Partner auf.
Ansprechpartnerin bei der LZG: Annika Millahn, Telefon: 06131 2069-34




