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Hinweise


HINWEIS

Referatsleiter
Helmut Hafeman
Tel: 06131 2069-18


Inhalt


Referat Gesundheitsförderung für Familie und junge Menschen

Gesundheitsförderung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen muss sowohl deren Lebensentwicklung/-welt und Lebenswirklichkeit als auch deren Individualität und Sozialisation berücksichtigen. Es heißt, diese Menschen als Ganzes zu sehen und somit ihre Gesundheit an Körper, Geist und Seele und in ihrem sozialen Umfeld zu fördern.

Gesundheitsförderung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat daher heute die Aufgabe,

  • einen chancengleichen Zugang zu Gesundheitswissen und zu Angeboten von Gesundheitsförderung und Prävention zu ermöglichen
  • individuelles Gesundheitsverhalten von Kindheit an zu stärken, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstliebe zu ermöglichen und zu fördern
  • psychosoziale Bedingungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu berücksichtigen,
  • Wachstumsphasen und Entwicklungsstufen zu berücksichtigen,
    die Suche nach dem eigenen, gesunden Lebensweg zu unterstützen, soziale Kompetenz zu stärken
  • Körperbewusstsein und den Umgang mit dem eigenen Körper zu stärken
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer geschlechtsspezifischen und geschlechtlichen Entwicklung und ihrem eigenständigen Leben zu unterstützen, deren unterschiedlichen Umgang mit Gesundheit zu beachten
  • Gesundheit an Körper, Geist, Seele und im sozialen Umfeld von Kindern,
    Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern.

Dies geschieht sowohl im schulischen, beruflichen und Ausbildungsalltag, als auch in der Freizeitgestaltung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Mit dem Referat verbunden sind die Themenbereiche und Sonderprojekte

Ansprechpartner:
Helmut Hafemann, Telefon 06131 2069-18

Ansprechpartnerin
Monika Kislik, Telefon 06131 2069-22

 


Fortbildungen für Lehrkräfte und Fachkräfte der Sozialarbeit an Schulen

Die LZG bietet mehrere Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte aller Schulen, Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter sowie für pädagogisches Personal zu folgenden Themen an:

  • Sexualerziehung in der Schule
  • Zeit- und Stressmanagement für Lehrkräfte ab 50plus
  • Peer-Projekte für die Ganztagsschule
  • Soziales Kompetenztraining für die Schule

Zu den Fortbildungsterminen ...

Ansprechpartnerin
Monika Kislik, Telefon 06131 / 20 69 22


Fachtag "Inklusion - Ängste, Mythen, Lösungen" vom 31. August 2011

Inklusion – „Mittendrin statt nur dabei“
LZG informiert über Wege und Möglichkeiten der Inklusion in Kindertagesstätten

Wird ein inklusiver Kindergarten den spezifischen Anforderungen behinderter Kinder gerecht? Erhalten nicht behinderte Kinder dort die Aufmerksamkeit und Förderung, die sie brauchen? Sind Kindertagesstätten mit dem Anspruch der Inklusion überfordert? Bei Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Einrichtungsträgern bestehen viele Unsicherheiten und besorgte Fragen, wenn es darum geht, in Kindertagesstätten behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam zu erziehen. Ein Fachtag der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und dem Institut für Lehrerfort- und weiterbildung Mainz, Sozialpädagogische Abteilung (ILF) in Zusammenarbeit mit der „Viva Familia – Servicestelle für Lokale Bündnisse“ befasste sich mit diesem Thema. Unter dem Titel „Inklusion – Ängste, Mythen, Lösungen“ wurde bei der Veranstaltung im Erbacher Hof in Mainz darüber diskutiert, unter welchen Bedingungen Kinder mit Beeinträchtigungen in Kindertagesstätten aufgenommen werden können und welche Beteiligungsmöglichkeiten es für ihre Familien geben kann.

Die Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas und familienbezogenen Einrichtungen machte deutlich, dass jede Institution klären muss, wie sie sich öffnen und verändern kann, um Kindern mit individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Diese Standortbestimmung hat Einfluss auf das pädagogische Handeln und die konzeptionelle Weiterentwicklung. Hierbei spielt auch der Blick auf die Familien und die Einbindung der Einrichtung in das soziale Umfeld und die Kommune eine wichtige Rolle. „Die gleichberechtigte Teilnahme behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben ist ein Menschenrecht“, betonte Jupp Arldt, Geschäftsführer der LZG. „Das gilt auch für behinderte Kinder, die ein Recht auf Erziehung und Bildung gemeinsam mit nicht behinderten Kindern haben. Mit diesem Fachtag wollen wir dazu beitragen,  Lösungsansätze für Inklusion in pädagogischen Einrichtungen voranzubringen und Ausgrenzung zu überwinden“, so Arldt.

Juniorprofessor Dr. Timm Albers von der pädagogischen Hochschule Karlsruhe stellte in seinem Vortrag „Mittendrin statt nur dabei – Inklusion in Kindertagesstätten und Kooperation mit Familien“ unter anderem die Rechtssituation dar und erläuterte den aktuellen Stand der Inklusion in Deutschland. Dabei betonte er, dass Inklusion ein oder sogar mehrere Schritte mehr sei als Integration: „Inklusion schließt die Beteiligung aller mit ein – nicht nur behinderte, sondern alle Kinder werden in den Blick genommen“.

Inklusion, so die Begriffsklärung, stellt eine Weiterführung von Integration dar: Der Begriff „Integration“ bedeutet, ein behindertes Kind in ein bestehendes pädagogisches System einzugliedern, das System selbst jedoch dabei unverändert zu belassen. Inklusion dagegen versteht sich als das Recht aller Kinder auf gemeinsame Bildung und Erziehung, wofür das pädagogische System einer umfassenden Reformierung unterzogen werden muss.

Eine angeregte Podiumsdiskussion zu den „Bedingungen für Inklusion in Kitas“ schloss sich an den Vortrag an. Die Teilnehmenden, neben Jun.Prof. Dr. Albers waren dies Matthias Rösch, Leiter des Referats Gleichstellung und Selbstbestimmung/Barrierefreiheit im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Eckhard Andree vom LandesElternAusschuss RLP, Johannes Trapp von der LZG sowie Michael Bierwag vom Landesjugendamt, beantworteten die Fragen des Publikums und stellten sich der Diskussion. Als einen „harten Kampf um kleines Recht“ fasste Michael Bierwag die Inklusions-Debatte zusammen.

In fünf Workshops am Nachmittag konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen über Inklusion vertiefen und neue Aspekte kennenlernen: „Zusammenarbeit mit Eltern“, „Umgang im Team“, „Pädagogische Ansätze für die Arbeit mit der Kindergruppe“, „Angebote für und mit Familien aus Sicht einer soziokulturellen Einrichtung“ und „Wie kann Inklusion von Anfang an gelingen – Handlungs-Empfehlungen für die Beratung von Kitas“ standen als Workshop-Themen zur Auswahl. In einer Abschlussrunde wurden die Arbeitsergebnisse der Workshops vorgestellt  und im Plenum diskutiert.

Im Jahr 2009 wurde in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gesetzlich verankert. Damit ist die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben als ein Menschenrecht festgelegt. Konkrete Aktionen sollen diese Gleichberechtigung praktisch umsetzen. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das einen landesweiten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erstellt hat.

Inhalte der Fachtagung zum Download

Impressionen der Fachtagung

Einladungsflyer der Fachtagung (pdf)


Infotelefon des Adipositas-Netzwerkes - Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

Wenn es um das Gewicht ihrer Kinder geht, wollen Eltern oft ein Übergewicht nicht wahrhaben. Dies ist wahrscheinlich ein Hauptgrund dafür, dass Bewegungs- und Ernährungsprogramme in Kindergärten und Grundschulen selten einen nachhaltigen Erfolg zeigen, so eine neue Studie aus Potsdam. Ein Team um Prof. Dr. Petra Warschburger aus dem Institut für Psychologie der Universität Potsdam hatte 500 Mütter von übergewichtigen Kindern befragt und interviewt. Die Kinder waren zwischen drei und sechs Jahre alt. Es stellte sich heraus: 85 Prozent der befragten Mütter waren völlig sorglos und erkannten das vorhandene Risiko für ihre Kinder gar nicht. Demzufolge zeigten sie auch nicht bereit, innerhalb der folgenden sechs Monate an einem Vorsorgeprogramm teilzunehmen. Vielmehr waren sie anscheinend der Meinung, die überschüssigen Kilos seien harmloser Babyspeck, der sich schon von alleine auswächst. Ein fataler Fehler, denn bei dicken Jungen und Mädchen steigt das Risiko enorm, im jugendlichen Erwachsenenalter Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung, die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ-2) oder Gicht und Krebs zu entwickeln. Diese Krankheiten waren bislang meist dem Alter vorbehalten. Aber auch Aufmerksamkeits- und Lernstörungen werden als gewichtiges Risiko diskutiert. Darüber hinaus leiden Seele und Selbstbewusstsein unter den überflüssigen Kilos, spätestens dann, wenn die Kinder in die Pubertät kommen.

Es ist also wichtiger denn je, dass betroffene Eltern frühzeitig die Augen für das Wohl ihrer Kinder öffnen. In der Studie geschah dies erst dann, als die Eltern annahmen, ein Arzt würde sie dazu ermunterten, an einem Vorsorgeprogramm teilzunehmen.

Falls Sie jetzt auch nachdenklich geworden sind, ob Ihr Kind eventuell zur Risikogruppe gehört, dann haben Sie die Möglichkeit, sich von Experten des Adipositasnetzwerkes Rheinland-Pfalz berechnen zu lassen, ob Ihr Kind gefährdet ist und können sich eingehend beraten  lassen. Diese sind montags zwischen 16:00 und 17:00 Uhr erreichbar, unter Telefonnummer:
0700-ADIPOSITAS (0700-23476748) oder 06131 / 69 33 34 214.

An Telefongebühren für 0700-Anschlüsse fallen an: 12,4 cent/min aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Taktung 30/30 - Gebühren anderer Anbieter können abweichen.

Im Jahr 2003 wurde das Adipositasnetzwerk Rheinland-Pfalz e.V. gegründet, ein Zusammenschluss von Menschen und Institutionen aus allen Berufsgruppen, die sich mit Adipositas überwiegend bei Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz befasst. Die LZG war Gründungsmitglied des Netzwerkes und ist im Vorstand vertreten.

Ansprechpartner
Helmut Hafemann, Telefon 06131 / 20 69 18