Hinweise
Inhalt
Elternschule für Koblenz, Neuwied und den Kreis Mayen-Koblenz
Veranstaltungen und Training für Eltern
Angebote in Koblenz und Neuwied
Seminare für Fachkräfte in Kindertagestätten
- Übergewicht - Adipositas - Folgeerkrankungen? - 04. März 2009
- Körper, Sinne und Gefühl - Sexualerziehung im Kindergarten - 30.10.2008
- Die seelische Gesundheit von Kindern - 18.09.2008
- Kindergesundheit und Kinderschutz im Kindergartenalter - 27.08.2008
- Körper, Sinne und Gefühl - Sexualerziehung im Kindergarten - 18.08.2008
Familien in ihrer Gesundheit stärken – „Elternschule“ für gesundheitsbewusste Erziehung startet in Koblenz
Mütter und Väter in ihrer Gesundheits- und Erziehungskompetenz zu stärken ist das Ziel der Elternschule, die am 03. April 2008 mit einem starken Veranstaltungsprogramm in der Stadt Koblenz, im Landkreis Mayen-Koblenz und im Landkreis Neuwied startete und zu der auch Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher gehören. Die Projektpartnerinnen- und partner stellten im Rahmen einer Pressekonferenz in Koblenz die wesentlichen Inhalte der „Elternschule“ vor. Mit Angeboten für Eltern hörgeschädigter Kinder sowie mit Fortbildungen für Fachkräfte in Spiel- und Lernstuben erporbt die Elternschule neue Wege.
Eltern fühlen sich häufig in Fragen der Gesundheitsförderung und Erziehung ihrer Kinder verunsichert. „Gerade wenn es um ein gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten und um die seelisch-emotionale Entwicklung und Erziehung der Kinder geht, wünschen sie sich mehr Sicherheit und Wissen, mehr Orientierung und Unterstützung“, so Hildegard Dressino, stellvertretende Vorsitzende der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG), bei der die „Elternschule“ ange-siedelt ist. Als Mutter oder Vater will man möglichst alles richtig machen, damit sich Kinder gesund entwickeln und gute Startchancen für ihr späteres Leben erhalten. Aber was ist denn das Beste für ein Kind? Was hält ein Kind gesund und unterstützt seine Entwicklung?
Diese Fragen will die „Elternschule“ beantworten, die unter der Schirmherrschaft von Gesundheits- und Familienministerin Malu Dreyer und Bildungsministerin Doris Ahnen steht. Gemeinsam mit den Projektpartnerinnen und -partnern, der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), der AOK Rheinland-Pfalz und Novo Nordisk Pharma wurde ein erfolgreiches Konzept entwickelt, das sich zielgerichtet mit vielfältigen Veranstaltungen sowohl an Eltern und ihre Kinder als auch an die Erzieherinnen und Erzieher wendet. Und zwar in den Kinder-tagesstätten als erstem Ort, in dem sich Eltern und Kinder aller sozialen Schichten treffen und niedrigschwellig, in Wohnortnähe, erreicht werden können.
„Die Erziehung von Kindern und die Gestaltung des Familienalltags ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die viel Wissen und Kompetenz erfordert“, so Staatsekretär Christoph Habermann vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen. „Eltern dabei zu unterstützen, Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen zu erwerben, ist auch eine öffentliche Aufgabe.“ Zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit habe der Staat einen wichtigen Auftrag, den er beispielsweise durch die „Elternschule“ wahrnimmt. „Hier können wir Familien aus allen Schichten der Gesellschaft möglichst früh erreichen und sie dabei unterstützen, ihren Kindern gute Eltern zu sein“, so Habermann.
Fördern und fordern
Die Grundidee der Elternschule lautet: Fördern und fordern. Das heißt, Eltern lernen, wie Sie ihr Kind in seiner gesunden Entwicklung unterstützen können. Sie lernen auch, in welchen Bereichen sie Ihrem Kind Grenzen setzen sollen. Angeboten werden praxisorientierte Informationsveranstaltungen an Nachmittagen und Abenden, Elternkurse, Diskussionsrunden und Vortragsreihen zu Fragen der Erziehung und Gesundheit, durch Fachkräfte wie Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Pädagoginnen und Pädagogen oder Logopädinnen und Logopäden. Dabei sollen Wissen vermittelt, Erfahrungen ausgetauscht und richtiges Verhalten eingeübt werden. Themen sind beispielsweise das gesunde Ernährungs- und Bewegungsverhalten, die seelisch-emotionale Entwicklung von Kindern, Adipositas und Folge-erkrankungen wie Diabetes ebenso wie die Sprachentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten oder der Medienkonsum von Kindern. Denn nach wie vor gilt: Nicht wenige Kinder heutzutage bewegen sich zu wenig, verbringen zuviel Zeit vorm Fernseher und Computer, ernähren sich falsch, können sich nicht richtig konzentrieren oder leiden unter verzögerter Sprachentwicklung. Die Fachkräfte in Kindergarten und Kindertagesstätten werden parallel zu den Elternangeboten qualifiziert und unterstützt.
Der Grundstein für ein gesundes Leben wird in der Kindheit und Jugend gelegt, hier liegt oft auch die Wurzel für viele Erkrankungen im Erwachsenenalter. „In diesem Zusammenhang ist es wichtig, insbesondere präventive Angebote für Eltern und Kinder in die Familien zu tragen“, betonte Walter Bockemühl, Vorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz auf der Pressekonferenz. Denn „Gesundheitsrisiken und Entwicklungsstörungen bei Kindern schmälern deren Chancen auf einen erfolgreichen und gesunden Start in das Leben“. Die AOK halte es deshalb für sinnvoll, die Angebote verschiedener Partner in gesundheitlicher, erzieherischer und sozialer Hinsicht zu bündeln und als „Paket“ anzubieten – wie es die „Elternschule“ mache. „Auch fördert die ‚Elternschule’ das Anliegen, mehr Gesundheit in der Familie durch Aufklärung über Erkrankungen und Heilungsprozesse zu erreichen“, so Kooperationspartner Dr. Axel Döß von Novo Nordisk Pharma. „Speziell beim Diabetes mellitus, mit dem wir auf eine lange Erfahrung zurückblicken können, ist es entscheidend, früh-zeitig mit einem gesunden Lebensstil vorzubeugen. Auf diese Weise können Eltern dazu beitragen, dass ihre Kinder später nicht daran erkranken“, so Dr. Döß.
„Doch ohne die Partnerinnen und Partner vor Ort könnte die ‚Elternschule’ nicht in diesem Umfang umgesetzt werden“, so Jupp Arldt, Geschäftsführer der LZG. Rund 60 Veranstaltungen seien im Großraum Koblenz/Neuwied geplant. Hierbei wird die "Elternschule" unterstützt vom Jugendamt Koblenz, den Kita-Trägern und den Katholischen Familienbildungsstätten Koblenz und Neuwied, Pro Familia Koblenz sowie von der Rhein-Zeitung. Bewährte Koordinierungsstelle der "Elternschule" ist das Euro-Medizinal-Kolleg Trier. Seit dem Start der Elternschule im Januar 2005 im Großraum Mainz und Trier seien bisher mehrere Tausend Eltern und Fachkräfte erreicht worden, betonte Arldt. Mit Beginn der 3. Staffel ist die „Elternschule“ weiter auf Erfolgskurs und will auch im Raum Koblenz/Neuwied viele Eltern und Fachkräfte für Angebote gewinnen.
Elternkurs für gehörlose Eltern
Partner der Elternschule
- Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) – Projektleiterung
- Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen in Rheinland-Pfalz (MASGFF)
- Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Rheinland-Pfalz (MBWJK)
- AOK - Die Gesundheitskasse Rheinland-Pfalz
- Novo Nordisk Pharma GmbH
- Adipositas Netzwerk Rheinland-Pfalz e.V.
Regionale Partner vor Ort
- Jugendamt Stadt Koblenz
- Katholische Familienbildungsstätten Koblenz und Neuwied
- Träger von Kindertagesstätten
- Pro Familia Koblenz
- Rhein-Zeitung
Ansprechpartner in der LZG:
Helmut Hafemann, Telefon 06131 / 20 69 18
