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Zertifikat für gesundheitsfördernde Schulen

22 neue Mitglieder im landesweiten Netzwerk „gesund leben lernen“

Flyer Fachtag "gesund leben lernen" (pdf-Format)

Gesundheitliche Probleme von Kindern und Jugendlichen machen vor dem Schulhof nicht halt. Das Modellprojekt „gesund leben lernen“, soll das Gesundheitsbewusstsein und gesundes Verhalten im Bereich der Schulen fördern. 22 Schulen aus ganz Rheinland-Pfalz, von Alzey bis Pirmasens, von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule, wurden im Jahr 2008 in das Netzwerk integriert. Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß überreichte den 22 neuen Netzwerkschulen bei einer Fachveranstaltung am 19. November im Erbacher Hof in Mainz persönlich die offizielle Anerkennung als „Gesundheitsfördernde Schule“. Zudem erhielten 37 Lehrerinnen und Lehrer, die eine Ausbildung zur Gesundheitsmoderatorin beziehungsweise zum Gesundheitsmoderator absolviert haben, ihre offizielle Anerkennung.

Staatssekretärin Reiß lobte das hohe Engagement der beteiligten Schulen und unterstrich: „Erziehung zu einem gesunden Lebensstil wird auch als Bestandteil des schulischen Bildungsauftrags immer wichtiger. Die Gemeinschaftsaktion ,gesund leben lernen’ ist durch die intensive Zusammenarbeit der Fachkräfte mit Lehrerinnen und Lehrern, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern zu einem übertragbaren Modell für gelebte Gesundheitsförderung in der Schule geworden.“

Initiiert wurde das Projekt 2003 von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) und der Landesregierung Rheinland-Pfalz im Auftrag der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen. In diesem Rahmen wurde auch das landesweite Netzwerk „Schulen für Gesundheit 21“ weiterentwickelt. Im Jahr 2006 wurden die ersten 45 Schulen vom Bildungsministerium als „gesundheitsfördernde Schulen“ zertifiziert. Zum Abschluss der Modellphase gehören damit jetzt also 67 zertifizierte Schulen zu dem Projekt.

Die Projektschulen bilden einen Querschnitt durch die rheinland-pfälzische Schullandschaft. Für alle an dem Projekt „Netzwerk Schulen für Gesundheit 21“ mitwirkenden Schulen wurde eine schulübergreifende Arbeit in Kooperation mit Trägern der Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz etabliert.

Die beteiligten Schulen treffen sich regelmäßig in regionalen Netzen zum Informationsaustausch und zur inhaltlichen Fortbildung.

„Nach fünf intensiven Projektjahren können wir von einem wirklichen Erfolg sprechen, da das Projekt eine Struktur geschaffen hat, die alle Schulakteure und weitere Partner einbezieht, um Gesundheit nachhaltig in die Schulen zu tragen“, so Jupp Arldt, Geschäftsführer der LZG, bei der das Landesprojekt angesiedelt ist. Ein zentraler Baustein des rheinland-pfälzischen Projekts ist die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu Gesundheitsmoderatorinnen und -moderatoren. „Die geschulten Lehrkräfte unterstützen und begleiten die Netzwerkschule, an der sie tätig sind, zur gesundheitsfördernden Schule und stehen auch neuen Schulen beratend zur Seite“, resümierte Jupp Arldt. „Damit haben die Gesundheitsmoderatorinnen und -moderatoren neben regionalen Netzwerkmoderatorinnen und -moderatoren an ihren Schulen eine wichtige Lotsenfunktion.“

Stellvertretend für die Gesetzlichen Krankenkassen waren sich Heike Stammer von den Ersatzkassen-Verbänden (VdAK/AEV) und Klaus Wilms von der AOK einig, dass der Erfolg des Projektes durch das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure im Lebensraum der Kinder und Jugendlichen, im Setting Schule, darin liegt, dass Gesundheitsförderung nicht nur zeitweise, sondern langfristig als wichtiges Thema in der Schule verankert wurde.

Die Modellphase des Kooperationsprojekts „gesund leben lernen“ endet mit der Feststellung, dass sich fast überall das Schulklima verbessert habe, so die Kooperationspartner. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern wurden ein harmonischeres Miteinander, ein freundlicherer Umgangston, eine höhere Identifikation mit der Schule, Motivationssteigerungen und eine gewachsene Leistungsbereitschaft konstatiert.

Das Netzwerk Schulen für Gesundheit 21 wird nach Ende der Modellphase zum Jahresende von Seiten des Bildungsministeriums weiter begleitet und unterstützt. Das Schulnetzwerk ist offen für aktive Schulen aber auch für außerschulische Partner, die sich für eine „gesunde Schule“ stark machen wollen.

Folgende Schulen wurden am 19. November zertifiziert: BBS 1 Gewerbe und Technik (Mainz), BBS Andernach August-Horch-Schule, BBS II – Wirtschaft und Verwaltung (Kaiserslautern), BBS Zweibrücken, Bischöfl. Grundschule St. Matthias (Bitburg), Grundschule Kaiserslautern Stiftswaldschule, Grundschule Kobern-Gondorf, Grundschule Mastershausen, Grundschule Rodalben Ganztagsschule, Grundschule Schalkenbach Regenbogenschule, Grundschule St. Peter Trier-Ehrang, Gymnasium am Römerkastell (Alzey), Hugo-Ball-Gymnasium (Pirmasens), IGS Mutterstadt, Matzenbergschule Pirmasens, Förderschule Lernen Paul-Moor-Schule - Schule für ganzheitliche Entwicklung (Landau), Priv. St. Josef-Gymnasium (Biesdorf), Private Berufsschule BBS Helenenberg (Welschbillig), Realschule Edenkoben, St. Martinus-Schule SFG (Bitburg), Staatl. Aufbaugymnasium (Alzey), Wilhelm-Erb-Gymnasium (Winnweiler).

Gesundheitsförderung in der Schule heute (Präsentation im pdf-Format)
Pädagogische Einflussmöglichkeiten auf das Ernährungs- und Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen
Referentin: Prof. Dr. Barbara Methfessel
Pädagogische Hochschule Heidelberg

Ansprechpartnerin in der LZG:
Monika Kislik, 06131 / 20 69 22